Konzert

Überzeugendes Frühlingskonzert von Volksbank klassisch

Nikolaus Müller dirigiert die Rhein-Ruhr-Philharmoniker in der Reihen Volksbank klassisch in der Gebläsehalle.

Foto: Bastian Haumann

Nikolaus Müller dirigiert die Rhein-Ruhr-Philharmoniker in der Reihen Volksbank klassisch in der Gebläsehalle. Foto: Bastian Haumann

Hattingen.   Nikolaus Müller dirigiert erstmals die Rhein-Ruhr-Philharmoniker. Die Konzertreihe erreicht auch Menschen, die sonst selten ins Konzert gehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Frühlingskonzert der Reihe „Volksbank klassisch“ berührte mit Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Edward Elgar. „Ich schließe die Augen und genieße es einfach“, sagt Besucherin Sabine Lünenschloss. Für sie sei der Abend mal was anderes, aber etwas Gutes. „Denn eigentlich besuche ich nur sehr selten Konzerte.“

Die Rhein-Ruhr-Philharmonie wird erstmals dirigiert von Nikolaus Müller, der mit ausschweifenden Handbewegungen jede Nuance der Kompositionen herauskitzelt. Müller ist künstlerischer Leiter der Universitätsmusik der Ruhruniversität Bochum. Zudem leitet er die Robert-Franz-Singakademie Halle, den Landesjugendchor Thüringen und ist als Dirigent, Dozent und Juror für den Thüringer Musikrat tätig.

Der Titel der Veranstaltung führt ein wenig in die Irre. Felix Mendelssohn Bartholdy und Edward Elgar sind keine Komponisten der Klassik, sondern der Romantik. Von Mendelssohn gibt es „Die Hebriden“ – eine Konzertouvertüre – und die „Schottische Symphonie“ zu hören, von Elgar die Enigma-Variationen. „Diese Auswahl finde ich klasse“, sagt Besucherin Ursula Spehr. Mendelssohns Schottische Symphonie sei ihr ein Begriff. Doch die Variationen von Elgar habe sie noch nicht gehört. Das Rätsel um den Zusatztitel „Enigma“ löste Elgar selbst auf.

Das Werk, das ursprünglich nur „Variation über ein Original-Thema“ lautete, bekam den Beinamen der Schlüsselmaschine aus dem Zweiten Weltkrieg aufgrund ungewöhnlich anmutender Satzüberschriften. Dabei handelt es sich um Initialen und Spitznamen seiner Freunde, die er in einzelnen kurzen Sätzen porträtierte. „Ich genieße das Konzert. Denn obwohl man die Musik auch zu Hause hören könnte, ist das hier etwas ganz besonderes“, sagt Anett Bergmann. Auf „Volksbank klassisch“ haben sie ihre Nachbarn aufmerksam gemacht. „Sie schwärmten regelrecht.“ Und nun sei sie selbst bereits das zweite und bestimmt nicht das letzte Mal hier.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik