Autohandel

Tiemeyer-Gruppe baut in Hattingen einen neuen Umschlagplatz

Willkommen in Hattingen: Dirk Reitzer (Geschäftsführer Tiemeyer), Bürgermeister Dirk Glaser, Dieter Rosenbaum (Dekra), Heinz-Dieter Tiemeyer.

Willkommen in Hattingen: Dirk Reitzer (Geschäftsführer Tiemeyer), Bürgermeister Dirk Glaser, Dieter Rosenbaum (Dekra), Heinz-Dieter Tiemeyer.

Foto: Fischer

Hattingen/Bochum.  Das Unternehmen macht aus dem alten Rewe-Lager eine Logistik-Zentrale. Zum neuen Standort zählen auch zwei Fotostudios für den Digitalvertrieb.

Die Tiemeyer-Gruppe setzt ihren Expansionskurs jetzt auch in Hattingen fort. Das Bochumer Autohandels-Unternehmen mit seinen 18 Standorten im Ruhrgebiet und im Sauerland investiert an der Eickener Straße rund vier Millionen Euro in den Bau einer Logistikzentrale für seine Marken VW, Audi, Seat und Skoda. Dazu wird das seit acht Jahren ungenutzte ehemalige Rewe-Zentrallager saniert, zum Teil aber auch abgerissen und mit Neubauten erweitert.

„Wir brauchen einfach einen zentralen Umschlagplatz für unsere kompletten Fahrzeugpark“, begründete Vorstandsvorsitzender Heinz-Dieter Tiemeyer die Investition am Mittwoch bei der Vorstellung im Hattinger Rathaus. Künftig sollen alle Neu- und Gebrauchtwagen vor dem Verkauf in Hattingen aufbereitet und aufpoliert, überprüft und fotografiert werden.

Da der digitale Vertrieb immer wichtiger werde, kündigte Tiemeyer die Einrichtung von zwei speziellen Fotostudios für Autos an. Dort werden die Wagen aus allen Blickwinkeln aufgenommen und dann als Angebot zügig ins Netz gestellt. „Wir erhoffen uns davon eine schnellere Vermarktung“, sagt Tiemeyer. „Jeder Wagen, der steht, kostet uns 30 Euro am Tag.“

Insgesamt 50 neue Arbeitsplätze

Die Tiemeyer-Gruppe verkauft im Jahr rund 9000 Neuwagen und 16.000 Gebrauchtfahrzeuge. Dass die Zulieferungen an die Händler in dieser Größenordnung künftig komplett über Hattingen abgewickelt werden, sehen die Investoren nicht als Verkehrsproblem. „Wir reden von drei Fahrzeugtransportern je Stunde und werden uns natürlich an die Betriebszeiten tagsüber halten“, kündigte Dirk Reitzer an. Der Geschäftsführer Vertrieb der Tiemeyer-Gruppe erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass ja früher auch bei Rewe viel Lastwagenverkehr abgewickelt wurde.

Dirk Glaser freut sich über das Engagement des Bochumer Unternehmens in Hattingen. „Die Fläche am Beul war viel zu lange ungenutzt“, sagte der Bürgermeister am Mittwoch. Über Verkehrsalternativen für die Fahrzeugtransporter habe man mit Tiemeyer gesprochen. „Wir wollen die Reschop-Kreuzung entlasten, da bietet sich eine Anbindung über das alte O&K-Gelände an.“

Mitarbeiter in den Autohäusern entlasten

In der neuen Tiemeyer-Logistikzentrale im Gewerbegebiet Beul sollen 500 Fahrzeuge Platz haben. Klappt beim Bau alles, soll der Umschlagplatz im Januar 2020 in Betrieb gehen. 40 zusätzliche Arbeitsplätze will Tiemeyer am Standort Hattingen schaffen. Zehn weitere will die Dekra einrichten. Der Deutsche Kraftfahrzeugs-Überwachungsverein wird als neutraler Begleiter in die Fahrzeugbewertung eingebunden.

Tiemeyer sieht sich mit der Investition in Hattingen gut gerüstet für die Zukunft. Infrastruktur und Anbindung zu den Autohäusern seien ideal, heißt es. „Zudem werden die Mitarbeiter in unseren Häusern entlastet und die Kunden künftig noch besser und schneller bedient“, so Heinz-Dieter Tiemeyer.

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