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Temporäre Kunst am Brunnen in Welper

Häuser für die Plattformen zum Spielen und Versetzen hat Gabriele von Scheidt in ihrem Atelier konstruiert. Fotos:Fischer

Häuser für die Plattformen zum Spielen und Versetzen hat Gabriele von Scheidt in ihrem Atelier konstruiert. Fotos:Fischer

Hattingen.   Der Brunnen in Welper wird neu gestaltet: Gabriele von Scheidt stellt der Stadtteilkonferenz im Januar 17 Entwürfe für Veränderungen vor.

Man hört fast das Wasser plätschern, obwohl keines fließt: Gabriele von Scheidt ist in ihrem Atelier in einer ehemaligen Metzgerei in Welper umzingelt von Brunnen. Es handelt sich um keine echten, sondern ihre eigenen Entwürfen, wie sich der Brunnen an der Marxstraße Ecke Thingstraße künstlerisch aufwerten ließe. Den echten mit insgesamt vier Einzelbecken, die einen Durchmesser von mehr als sechs Metern haben, hat eine Gartenbaufirma aus Detmold vor 43 Jahren für damals 50 000 D-Mark angelegt.

Nicht gerade hübsch findet Gabriele von Scheidt den Brunnen, aber sie weiß, dass er als Treffpunkt äußerst beliebt bei den Bürgern ist. Mütter kommen dorthin mit ihren Kindern. Andere nutzen den Platz, um sich mit Nachbarn zum Plausch zu treffen. Insgesamt 16 Entwürfe hat die Welperaner Künstlerin bisher vom Brunnen gemacht, wie die Stadt ihn erhalten und temporär aufwerten könnte. Am gestrigen Donnerstag hat sie einen weiteren hinzugefügt, falls doch eine dauerhafte Lösung gewünscht werden sollte. Die könnte auch in Stahl umgesetzt werden und sieht eine offene Lösung zum Durchschauen vor.

Präsentation bei der Stadtteilkonferenz

Was sich alles aus dem Brunnen zaubern ließe, stellt Gabriele von Scheidt bei der Stadtteilkonferenz am Dienstag, 23. Januar , um 17 Uhr im Gemeindehaus an der St. Josef-Straße 2 vor.

Sollte ein Entwurf umgesetzt werden, bedürfe es der Fachkenntnisse beispielsweise eines Schreiners. Sie selbst hat ein bis zwei Favoriten, die sich ihrer Ansicht nach auch kombinieren ließen. „Das ist mein Lieblingsmodell“, zeigt sie auf eines, das nicht nur als bunte Zeichnung existiert, sondern auch schon als Minimodell auf dem Reißbrett. Auf den Plattformen, durch die das Wasser rauscht, stehen bunte Holzhäuschen. Sie stehen für die bunt zusammengewürfelten Häuser, die Welper ausmachten und symbolisieren das nicht gerade einheitliche Ortsbild.

Vögel oder Plattformen

Aber auch Tauben gehören für die Welperanerin zum Bild des Stadtteils. Deshalb kann sie sich auch gut einen Brunnen mit stilisierten Vögeln vorstellen. Oder auch eine Kombination von beidem. Ferner ließen sich die Häuschen auch von den Plattformen nehmen und rund um den Platz aufstellen, damit Kinder darin und damit spielen können. Oder später, falls die Zeit des Kunstwerks vorüber ist, eine Heimat auf einem Spielplatz finden.

Auch rostiger Stahl würde zu Welper passen. Oder eine Beleuchtung der Flächen. Was es bisher an Entwürfen gibt und was bis Anfang nächsten Jahres noch entsteht, will sie im Januar vorstellen. Auch wenn sie selbst durchaus ihre künstlerischen Vorstellungen von dem Projekt hat, will Gabriele von Scheidt Bürger in den Prozess einbinden.

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