Stadtverwaltung

Teile der Hattinger Verwaltung sollen auf O&K-Areal umziehen

Das ehemalige O&K-Gebäude (links) soll Standort der Stadtverwaltung werden. Rechts sieht man die neue Polizeiwache.

Das ehemalige O&K-Gebäude (links) soll Standort der Stadtverwaltung werden. Rechts sieht man die neue Polizeiwache.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Hattingen.  Die Stadt will das Verwaltungsgebäude Bahnhofstraße 48 aufgeben und an die Nierenhofer Straße 10 ziehen. 2021 könnten die Mitarbeiter wechseln.

Der Umzug von Teilen der Stadtverwaltung von der Bahnhofstraße 48 an die Nierenhofer Straße 10 wird konkret. Die Stadtspitze legt dem Haupt- und Finanzausschuss zu seiner Sitzung am Donnerstag einen Beschlussvorschlag vor, der den Ankauf des dreigeschossigen ehemaligen O&K-Verwaltungsgebäudes vorsieht. Stimmt die Politik zu, könnte der Umbau der Immobilie zügig beginnen und der neue Verwaltungsstandort im Laufe des Jahres 2021 bezogen werden, heißt es darin.

Auslöser für den Umzug ist die Tatsache, dass es an der Bahnhofstraße 48 eng geworden ist. Dort sind aktuell Teile des Fachbereichs Jugend, Schule und Sport untergebracht, der Fachbereich Bürgerservice-, Rechts- und Ordnungsangelegenheiten sowie das Bürgerbüro. Vor allem die Personalaufstockung im Jugendbereich hat dazu beführt, dass die Mitarbeiter immer enger zusammenrücken mussten. Zudem sind die Gebäude alt und nicht mehr zeitgemäß ausgestattet.

Fachbereich 40 geht zur Hüttenstraße

So stehen denn auch die „Herrichtung eines modernen Verwaltungsstandortes an zentraler Stelle mit guter Erreichbarkeit“ und eine „zukunftssichere räumliche Unterbringung der Verwaltungsdienststellen“ ganz oben auf der Liste, in der die Gebäudewirtschaft der Stadt die Vorteile des Umzugs herausstreicht.

Neu ist, dass der Fachbereich Schule und Sport mit seinem neuen Dezernenten nun doch nicht an die Nierenhofer Straßen ziehen, sondern im Verwaltungsgebäude Hüttenstraße 43 unterkommen soll. Das geht, weil die Wirtschaftsförderung dort Platz macht und ins Technologie- und Gründerzentrum an der Werksstraße wechselt. Inhaltlich und organisatorisch sei das für beide Fachbereiche ein Gewinn, heißt es in der Vorlage.

Zurzeit steht das Gebäude leer

Profitieren will die Stadt vom Standortwechsel auch finanziell. Die Verwaltung hat die alten O&K-Gebäude für fünf Jahre als Unterkunft für Flüchtlinge gemietet. Weil viel weniger Menschen gekommen sind, als zunächst erwartet, steht das Gebäude leer. Beim Wechsel von der Miete zum Eigentum hat der Kämmerer die dem Käufer entgehenden Mieten mitverhandelt und ist offensichtlich zu einem positiven Ergebnis gekommen. „Die Wahrscheinlichkeit, auch im laufenden Jahr den Haushaltsausgleich zu erreichen, wird dadurch deutlich erhöht“, heißt es in der Vorlage für die Politik.

Fünf Millionen Euro im Etat eingestellt

Finanzielle Details werden im nichtöffentlichen Teil der Sitzung diskutiert. Öffentlich ist dagegen, dass der Kämmerer „vorsorglich“ fünf Millionen Euro in den Haushalt 2019 eingestellt hat, um damit im Falle eines Falles die Ablösung der Mieten, den Kaufpreis und den Umbau bezahlen zu können. Das sich das rechnet, hängt auch damit zusammen, dass die Stadt das Gebäude Bahnhofstraße 48 nach dem Auszug schnell verkaufen will.

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