Gericht

Streit um Unfall nach Trunkenheitsfahrt geht in Verlängerung

Foto: ullstein bild

Hattingen.   Der 35-Jährige Angeklagte bestreitet, dass das sein Auto überhaupt fahrtüchtig war. Eine Zeugin will ihn aber beim Parkrempler erkannt haben.

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Ob der 35-jährige Angeklagte betrunken einen Unfall verursacht hat oder nicht, muss das Hattinger Amtsgericht klären. Während eine Nachbarin den Mann bei seinem Parkrempler eindeutig erkannt haben will, bestreitet der die Vorwürfe vehement und erklärt, das Auto sei aufgrund eines Defektes gar nicht fahrtauglich gewesen.

Dass er bei der nächtlichen Blutprobenentnahme auf der Polizeiwache ausfallend geworden ist, gibt er dagegen zu und entschuldigt sich bei den Beamten. Die Anklage gegen den 35-Jährigen lautet auf Fahren unter Alkoholeinfluss und ohne Fahrerlaubnis, Unfallflucht und Widerstand gegen die Polizei. Eine Zeugin will beobachtet haben, wie er in der Nacht des 2. März „viel zu schnell und mit quietschenden Bremsen“ rückwärts in eine Park­lücke fuhr, beim Rangieren erst eine Metallverkleidung um einen Baum und dann das Auto hinter sich anfuhr. Gut gelaunt seien zwei Männer ausgestiegen, hätten Hund und eine Kiste Bier ausgeladen und seien in eine Wohnung gegangen, ohne sich weiter zu kümmern. Die Zeugin ruft die Polizei.Die klingelt wenig später bei den Männern. Erst habe der Angeklagte „im Rahmen einer Spontan-Äußerung“ zugegeben, gefahren zu sein, nach der Belehrung wollte er davon nichts mehr wissen und musste die Polizisten auf die Wache begleiten. Dort weigerte er sich, Blut abzugeben, wurde fixiert und versuchte, kaum wieder frei, einen Kopfstoß gegen einen Polizisten. Dass er wegen eines Kreislaufproblems gefallen sei, wie der Angeklagte betonte, konnten weder die anwesenden Beamten, noch die Ärztin, die die Blutprobe entnahm, bestätigen. Ein weiterer Zeuge, der angebliche Beifahrer bei dem Unfall, soll nun Licht ins Dunkel bringen, ob der Angeklagte das Auto steuerte oder nicht. Der besteht darauf, dass der Wagen aufgrund einer defekten Zündspule nicht fahrbar gewesen sei. Zudem habe seine Freundin am Abend zuvor den einzigen Autoschlüssel mitgenommen. Lediglich der Kofferraum ließe sich öffnen, weil das Schloss defekt ist. „Das Auto ist definitiv bewegt worden“, beharrt die Zeugin. Die Polizisten hatten zudem Unfallspuren an beiden Autos festgestellt. „Ich kann seit Monaten deswegen nicht richtig schlafen“, sagt der Angeklagte, der seinen Führerschein bereits vorher hatte abgeben müssen. Er könne sich die Anschuldigungen nicht erklären. Die Verhandlung wird am Montag, 13. November, fortgesetzt.

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