Konzert

Stefan Lex und sein Ensemble begeistern Hattinger Publikum

Viel Applaus gab es für die Mitwirkemden des vorweihnachtliches Konzertes mit Stefan Lex in der katholischen Kirche St. Peter und Paul. 

Viel Applaus gab es für die Mitwirkemden des vorweihnachtliches Konzertes mit Stefan Lex in der katholischen Kirche St. Peter und Paul. 

Foto: Manfred Sander

Hattingen.   Sänger versetzen Zuhörer in der Kirche St. Peter und Paul in Weihnachtsstimmung. Auch Christiane Linke und Pomp-A-Dur kommen an.

Der Innenraum der katholischen Kirche St. Peter und Paul leuchtet in Grün und Blau, als das Vokalensemble „Der Chor!“ die Bühne betritt. Dirigent Stefan Lex gibt das Zeichen zum Start. Das Klavier setzt ein. Vierzig starke Männerstimmen beginnen zu singen. An diesem Abend versetzt das Ensemble die Zuschauer in vorweihnachtliche Stimmung. Unterstützung bekommen die Sänger von der Wiener Sopranistin Christiane Linke und dem Ensemble Pomp-A-Dur. Und sogar das Publikum darf zwischendurch mitsingen.

Vor über zwölf Jahren gründete Chorleiter Lex das Vokalensemble. Seitdem gibt die Gruppe europaweit Konzerte. Alle Sänger sind von Lex persönlich ausgewählt. Er selbst gewann mehrmals den Galapreis „Künstler des Jahres“. Der WDR hat seine Konzerte unzählige Male übertragen. „Allerdings werde ich heute Abend nicht nur als Dirigent zum Einsatz kommen, sondern auch selber als Tenor auftreten“, kündigt er eingangs an.

Traditionelle Volkslieder und internationale Hits

Traditionelle Volkslieder wie „Ihr Kinderlein kommet“ oder „Gloria in excelsis Deo“ sowie internationale Hits aus England, Namibia oder der USA gibt der Chor an diesem Abend zum Besten. Für das südafrikanische Lied „Masithi Amen“ (frei übersetzt: „Lasst uns den Herrn preisen“) mussten die Sänger des Ensembles sogar einige Wörter in Afrikaans lernen.

Kirchliche Lieder hat „Der Chor!“ ebenfalls im Repertoire. „2017 jährte sich die Reformation zum 500. Mal. Deshalb haben wir ein Stück ausgewählt, das Martin Luther selbst komponiert hat“, sagt Lex. Es heißt „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und ist von der Pianistin Sigrid Althoff noch einmal überarbeitet worden. In diesem Zusammenhang nennt Lex sie „die Königin der Tasten“.

Auch das Ensemble Pomp-A-Dur begeistert das Publikum auf eine besondere Weise. Passend zu den eisigen Temperaturen draußen bringt es Vivaldis „Winter“ zur Aufführung. Bei der aufregenden Komposition kommen vor allem Geige und Cello zum Einsatz. Die schnellen, teils gar bedrohlichen Klänge erinnern an wildes Schneetreiben.

Auch die Zuschauer dürfen singen

„Ave Maria“ schließlich – ein Duett von Stefan Lex und Christiane Linke – verzaubert die Zuschauer besonders. Linkes helle, klare und laute Stimme steht im Kontrast zu dem ruhigen, gefühlvollen Gesang des Tenors.

Kurz vor Schluss dürfen die Zuschauer dann auch selber singen. Das bekannte „Macht hoch die Tür“ schallt durch den Saal. Keiner hält sich hier zurück, alle singen voller Inbrunst. Und als die Musik abbricht, klatscht das Publikum begeistert Beifall.

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