Solidarität

Stadtprinzenpaar sammelt Spenden für Menschen in Notlagen

Das Prinzenpaar, hier beim Sturm aufs Rathaus, engagiert sich für Menschen mit wenig Geld und sammelt für den Verein Hattingen solidarisch. Foto:Speckenwirth

Das Prinzenpaar, hier beim Sturm aufs Rathaus, engagiert sich für Menschen mit wenig Geld und sammelt für den Verein Hattingen solidarisch. Foto:Speckenwirth

Hattingen.  Jecken werden aktiv für den Verein „Hattingen solidarisch“. Drei ausgeloste Gewinner fahren beim Rosenmontagszug auf dem Prinzenwagen mit.

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Das Stadtprinzenpaar sammelt bis zum 14. Februar 2018, dem nächsten Aschermittwoch, Geld für einen guten Zweck. Rainer und Scarlett Neumann wollen sich in ihrer zweiten Session in der närrischen Zeit engagieren. Der Künstlerin war es ein großes Anliegen, mit ihrem Titel Gutes anstoßen zu können. Sie landete beim Verein „Hattingen solidarisch“, der bedürftige Menschen unterstützt. „Frau Neumann ist auf uns zugekommen, was uns sehr gefreut hat“, erzählt der Gründer des Vereins, Bernd Loewe.

Unterkonto für Geldspenden

Das Prinzenpaar sammelt nun mit Spendendosen auf den Veranstaltungen und wirbt mit Flyern. „Dass es der Verein wird, war mir sofort klar, als ich im Gespräch erfahren habe, dass hundert Prozent der Spenden den Menschen zugute kommen“, erzählt die Künstlerin.

Der Aktivenkreis Holthauser Rosenmontagszug hat extra ein Unterkonto für Geldspenden eingerichtet. Wer mehr als zehn Euro überweist, nimmt automatisch an einer Verlosung Anfang Februar teil. Als Gewinn lockt einer von drei Plätzen auf dem Prinzenwagen zum Rosenmontagszug.

Hattingen solidarisch wurde aus der Nachbarschaftshilfe heraus geboren. „Bei unseren Besuchen haben wir viele Menschen in Notsituationen kennengelernt“, erinnert sich Loewe. Oft sei kein Geld da für eine Renovierung der Wohnung, um eine defekte Waschmaschine zu ersetzen oder das Essen zu bezahlen. Vor allem Alleinstehende mit minimaler Grundsicherung im Alter, alleinerziehende Eltern oder ehemalige Suchtabhängige brauchen Unterstützung. 2017 beantragten knapp 80 Personen Hilfe.

Alte und junge Hände

Rund 18 000 Euro brachte „Hattingen solidarisch“ auf. „Verwaltungskosten und Briefmarken finanzieren Ehrenamtliche. Jeder gespendete Cent geht an die Bedürftigen“, betont Loewe.

Für Scarlett Neumann ist es selbstverständlich, Spaß und Ernst zu verbinden. „Ich liebe diese Stadt. Wir feiern solidarisch und wir spenden solidarisch.“ Diese Botschaft vermittelt der Flyer mit dem Kunstwerk „Familienband“. Alte und junge Hände versinnbildlichen Solidarität über Generationen hinweg.

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