Immunisierung

Sprockhöveler Apothekerin rät zu gesunder Lebensweise

Hinrich Eyting erntet Grünkohl-Pflanzen auf einer Plantage. Kohl generell gilt als sehr gesundheitsfördernd.

Hinrich Eyting erntet Grünkohl-Pflanzen auf einer Plantage. Kohl generell gilt als sehr gesundheitsfördernd.

Foto: Peter Steffen / dpa

Sprockhövel.  Die Gesundheit wird durch Grippe und Corona gefährdet. Die Sprockhöveler Apothekerin Ann Katrin Hölkeskamp gibt Tipps für ein gesundes Leben.

Die Corona-Pandemie birgt eine Gefährdung auch für ansonsten gesunde Menschen. Zusammen mit der Grippe-Saison, die jetzt im Herbst wieder anbricht, heißt es: Immunkräfte stärken! Die Apothekerin Ann Katrin Hölkeskamp von der Bären-Apotheke in Haßlinghausen hat Tipps und Informationen, wie man den genannten Herausforderungen grundsätzlich begegnen kann.

Verhalten im Alltag dient der Vorbeugung

Den WAZ-Newsletter für Sprockhövel abonnieren - So geht sDie Fachfrau setzt zunächst auf allgemeine Verhaltensregeln, um etwa Erkältungen vorzubeugen: „Dazu zählt das ausreichende Schlafen ebenso wie regelmäßige Pausen“, sagt sie. Genauso wichtig sei es, ausreichend Warmes zu trinken, am besten Kräutertees wie Salbei, Ingwer, Thymian, Lindenblüte oder Fenchel., auch Inhalationen empfiehlt sie mit heißem Dampf und Zusätzen wie Salbei, Kamille, aber auch Erkältungssalben mit ätherischen Ölen und Thymian. Sich warm halten bei sinkenden Außentemperaturen, rät die Apothekerin, insbesondere Füße und Hals.

Gesundes Essen als Basis

Zu den Grundüberzeugungen für eine gesunde Lebensweise zählt auch für die Apothekerin Ann Katrin Hölkeskamp das gesunde Essen – Obst, Rohkost, Grünkohl und alle anderen Sorten von Kohl seien im Winter zu empfehlen, „dazu bei einer erhöhten Infektanfälligkeit auch Nahrungsergänzungsmittel Vitamin C und Zink, auch pflanzliche Präparate zur Immunsystemstärkung und der Stärkung der Abwehrkräfte wie Imupret, Umckaloabo, Echinacea.“ Auch Propolis Produkte zählt sie zu den natürlichen, das Immunsystem stärkenden Mitteln, weil sie antibakteriell, antiviral und entzündungsvorbeugend seien.

Bei Symptomen ab ins Bett

Wenn es einen dann doch mit einem grippalen Infekt erwischt haben sollte, setzt Ann Katrin Hölkeskamp darauf, lieber zwei Tage zu Hause zu bleiben und sich sofort schonen – „besser ist das als nachher richtig lange!“, meint die Expertin. Aber besser ist es, gar nicht erst in diese Situation zu kommen, „dabei hilft es, zu Kranken Abstand zu halten, oft und gründlich die Hände zu waschen, nach Möglichkeit sie zwischendurch unterwegs auch desinfizieren“, rät Hölkeskamp. Türklinken in öffentlichen Gebäuden sollte man demnach nur mit dem Ärmel öffnen.

Plädoyer für die Schutzimpfung

Ann Katrin Hölkeskamp bekennt sich auch zur Grippeschutzimpfung. „Personen jenseits der 60 Jahre sollten sie durchführen lassen“, ist sie überzeugt, und sie weiß sich bei ihren Empfehlungen einig mit der Ständigen Impfkommission. Weitere Zielgruppen seien chronisch Kranke mit Atemwegsbeschwerden, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen und Immunschwächen. „So können Grippewellen mit schweren Verläufen vermieden und Krankenhäuser entlastet werden“, so Hölkeskamp.

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