Kunstrasen

Sponsorvertrag von Tagesordnung der Ratssitzung genommen

70.000 Euro will Innove für den Sposorvertrag an die DJK Märkisch zahlen. Das Geld soll für den Bau eines Kunstrasens – hier ein Bild aus Niederwenigern – verwendet werden.

70.000 Euro will Innove für den Sposorvertrag an die DJK Märkisch zahlen. Das Geld soll für den Bau eines Kunstrasens – hier ein Bild aus Niederwenigern – verwendet werden.

Foto: KREIKENBOHM, Udo / WAZ

Hattingen.  Die DJK Märkisch Hattingen und Innova haben die Stadtspitze gebeten, den Sponsorvertrag von der Tagesordnung der heutigen Ratssitzung zu nehmen.

Ein Tagesordnungspunkt weniger für den Stadtrat: Die „Vermarktung des Namensrechts an städtischen Sportanlagen“ wird am Donnerstagabend nicht diskutiert, weil der Verein DJK Märkisch und das Unternehmen Innova die Stadtspitze darum gebeten haben. Geplatzt sei der Deal nicht, betont der DJK-Vorsitzende Rainer Schröter im Gespräch mit der WAZ-Redaktion, „wir sind in weiteren Gesprächen“.

Große Aufregung in den sozialen Netzwerken

Am Mittwoch hatte es bei einem Gespräch mit den Beteiligten im Rathaus eine Einigung gegeben, die besagt, dass es zwei Verträge geben soll – einen zwischen der Stadt und dem Verein, der die geltenden Regeln (keine Werbung für Alkohol, Tabak oder Sittenwidriges) beinhaltet; einen zwischen dem Verein und dem Sponsor. Darin stehe, dass der Verein seine Pressearbeit mit dem Sponsor abstimmen solle, so das Pressebüro. Eine im Telefonat angekündigte Pressemitteilung gab es am Mittwoch nicht mehr.

Große Aufregung gab es daraufhin vor allem in den sozialen Netzwerken. Gewettert wurde gegen alle Beteiligten – Verein, Firma und die Stadtverwaltung. Rainer Schröter erklärt jetzt die Vereinbarung: „Nur Presseerklärungen sowie sonstige öffentliche Bekanntmachungen des Vereins, die die Fußballabteilung sowie das Sponsoringverhältnis betreffen, sollen mit dem Sponsor abgestimmt werden.“

Verein räumt ein: Der erste Passus war ein Fehler

Der Verein sieht diesen Passus als unkritisch, hat sich aber „wegen des erneuten Shitstorms“ gemeinsam mit Innova dazu entschlossen, dass der Tagesordnungspunkt von der Sitzung der Stadtverordneten gestrichen werden soll. Die Stadtspitze hat dem entsprochen.

Schröter räumt ein, dass der erste Passus, nachdem Vereinsmitgliedern untersagt werden sollte, Pressekontakte zu Ruhrkanal News zu pflegen, in dieser Form ein Fehler war, „den ich bedauere“. Es sei niemals darum gegangen, die Pressefreiheit zu beschneiden.

Bei dem Vertrag geht es um 70.000 Euro für den Bau des Kunstrasens in Holthausen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben