Gastronomie

Spanisches Flair in der Alten Apotheke in Hattingen

Bamo Raza ist der neue Inhaber der Alten Apotheke in Hattingen, die jetzt „Bamo’s Essen und Trinken“ heißt.

Bamo Raza ist der neue Inhaber der Alten Apotheke in Hattingen, die jetzt „Bamo’s Essen und Trinken“ heißt.

Foto: Fischer

HatTingen.   Bamo Raza hat das „Bamo’s Essen und Trinken“ an der St.-Georg-Straße eröffnet. Hier bietet er Kuchen, Tapas, Mittagstisch und Live-Musik an.

Generationen zu verbinden, ein gemischtes Publikum zu begeistern, ist das Ziel von Bamo Raza. Der 36-Jährige hat „Bamo’s Essen und Trinken“ in der Alten Apotheke an der St.-Georg-Straße 13 eröffnet.

Vor Jahren arbeitete der Hattinger in Spanien – da überzeugte ihn ein gastronomisches Konzept, das er jetzt in der Altstadt umsetzt. Zwar gibt es – wie es in der Alten Apotheke gute Tradition ist – Kuchen. „Und zwar von Sodtke, dazu Lavazza-Kaffee“, betont er.

Spanische Biere und umfangreiche Weinkarte

Aber außerdem hat er sich Tapas verschrieben. Darüberhinaus gibt’s eine Mittagskarte. Für 8,90 Euro sind Salate, Spaghetti Bolognese, Folienkartoffel mit Gambas mit Salat, gebratene Rinderleber oder Schnitzel zu haben. Spanische Biere hat er auf der Karte, dazu eine separate, umfangreiche Weinkarte.

Auch Cocktails gibt’s – die wird mancher schon kennen, denn Raza war mal Inhaber einer Cocktail-Bar in Hattingen. „Aber da habe ich morgens manchmal erst um 8 Uhr zugemacht. Das war nichts“, erklärt er.

Auch als Friseur hat Bamos Raza gearbeitet

Dabei ist er Gastronom mit Leib und Seele. „Ich habe als Friseur und in einer Metall verarbeitenden Firma gearbeitet. Das ist nichts für mich. Ich liebe in der Gastronomie den Kontakt zu Menschen. Ich brauche diesen Stress, auch wenn ich jammere.“

Außer montags hat das „Bamo’s“ von zehn bis 22 Uhr geöffnet. „Aber wenn eine Gruppe frühstücken möchte, komme ich auf Reservierung auch früher.“ Weit geöffnet hat er bei gutem Wetter die großen Glasfronten des neu eingerichteten Restaurants. In Riesenkaffeetassen und Amphoren hat er Blumen als Tischdeko. Es gibt auch Hocker, eine geschwungene Sitzbank.

Gastronom spricht mehrere Sprachen

Im Jahr 2000 kam Raza aus dem Irak nach Deutschland. Alleine. „Ich habe als Tellerwäscher angefangen.“ Gut eingelebt hat er sich inzwischen, spricht neben Deutsch Kurdisch, Arabisch, Persisch. Fürs „Bamo’s“ sucht er Mitarbeiter. Seine Frau hilft ihm bei Büroarbeiten.

Er befasst sich lieber mit Details im Bamo’s. Da landet das Kuchenstück nicht bloß auf dem Teller – sondern wird begleitet von Apfelschnitzen, einer Orangenscheibe. Kommt ein ihm bekannter Straßenmusiker vorbei, bekommt er etwas zu trinken. „Oft auch etwas zu essen.“

Live-Musik soll in der Alten Apotheke erklingen

Raza will mehr als Küche bieten --nämlich Live-Musik. Gerade organisiert er Abende, holt Genehmigungen ein. „Das soll in die spanische Richtung gehen“, verrät er. Auf Facebook ist er schon zu finden. „Eine Internetseite ist noch in Arbeit.“

Im Juni hatte das ehemalige Café in der Alten Apotheke, das Café Zur alten Krone „aus privaten Gründen“, erklärt Stefan Katsios, Inhaber des Hotels und Restaurants Zur alten Krone, Steinhagen 8. Hotel und Restaurant, betont der Gastronom, laufen indes wie gewohnt weiter.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben