Wohnen

Sie sind morgens der Wecker für die jungen Leute

Kümmern sich um die Wohngemeinschaft der Lebenshilfe: Michel Buttgereit (links) und Björn Neubauer-Hammerschlag. Foto:Fischer

Kümmern sich um die Wohngemeinschaft der Lebenshilfe: Michel Buttgereit (links) und Björn Neubauer-Hammerschlag. Foto:Fischer

hattingen.   Björn Neubauer-Hammerschlag und sein Team helfen bei der Bewältigung des Alltags. Vierer-WG erprobt Zusammenleben.

Dass Menschen nicht in einem Heim leben, wo sie rundum versorgt werden, sondern in ihren eigenen vier Wänden und beim ambulant unterstützten Wohnen von der Lebenshilfe Unterstützung dort bekommen, wo sie nötig ist, ist nichts Neues. Seit mehr als elf Jahren ermöglicht die Lebenshilfe selbstständiges Wohnen in den eigenen vier Wänden. Neu ist allerdings die Wohngemeinschaft als Form des Zusammenlebens, die derzeit vier junge Männer in der Südstadt erproben.

Sie sind dabei nicht auf sich allein gestellt, sondern bekommen Hilfe im Rahmen eines Projektes, für das Björn Neubauer-Hammerschlag verantwortlich zeichnet. Unterstützt wird er von Michel Buttgereit und weiteren Kräften der Lebenshilfe, die dem Quartett bei allen Herausforderungen zur Seite stehen, die der Alltag so zu bieten hat.

In einen WG-Kalender neben der Küche sind alle Termine eingetragen, die die einzelnen Bewohner wahrnehmen müssen und wollen. Wie ein Wäscheständer im Wohnzimmer zeigt, wollen auch Hausarbeit und Einkäufe erledigt werden. Anders als in manchem „Hotel Mama“, in dem jungen Menschen möglicherweise auch mal zu viel Alltag abgenommen wird, erledigen die vier WG-Bewohner selbst, was zu tun ist – wobei ihnen ihre Betreuerinnen und Betreuer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie wechseln sich derzeit ab, damit immer jemand präsent ist, wenn es nötig ist. Wie zu Hause Eltern meist ein Auge darauf haben, dass der Nachwuchs rechtzeitig aus dem Bett, zum Bus und damit auch zur Arbeit kommt, sorgen dafür derzeit die Kräfte der Lebenshilfe im Wechsel.

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