Senioren

Seniorenfeier in Holthausen hat sich herumgesprochen

Gut besucht war die Seniorenfeier der Stadt in Hattingen-Holthausen auch ohne vorherige schriftliche Einladung.

Gut besucht war die Seniorenfeier der Stadt in Hattingen-Holthausen auch ohne vorherige schriftliche Einladung.

Foto: Barbara Zabka

Hattingen.   Die Veranstaltung für über 70-Jährige in Holthausen war gut besucht. Die Stadt ist gespannt, wie viele zu den nächsten Feiern kommen.

„Die Seniorenfeier ist gut besucht“, sagt Jürgen Siepermann vom Seniorenbüro. Er steht am Freitag in der Mehrzweckhalle in Holthausen, Am Hagen, und ist zufrieden. Die Sorge der städtischen Mitarbeiter, dass die Feier jetzt, wo aus Datenschutzgründen die Senioren seitens der Stadt nicht mehr schriftlich eingeladen werden dürfen, nicht mehr gut besucht wird, ist unbegründet.

Für 150 Menschen, so wie immer, haben die fleißigen Helfer eingedeckt. Herbstliche Decken und Blumen schmücken die schräg gestellten langen Tafeln zwischen den Basketballkörben. Kirschstreuselkuchen und Bienenstich stehen bereit. Der Kaffee ist gekocht.

Senioren genießen das Beisammensein

„Ich komme hier immer gerne hin. Es ist schade, dass die Stadt nicht mehr schriftlich einladen darf, denn so erfährt man nur durch Zufall, dass die Feier ist. Meine Tochter hatte das bei der Sparkasse gesehen und mir Bescheid gesagt“, berichtet Barbara Klinger (72). Aus der Zeitung haben viele Gäste von dem Termin erfahren, andere durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Wie Wilma Groß (83), Karin Aust (76), Dagmar Zimmer (77) und Ingrid Hermsmeyer (80). Die Damen haben sich hier verabredet, genießen das Beisammensein. „Wir sind in der Frauenhilfe, in der Kirche hing die Information. In Holthausen sind wir gut vernetzt“, sagt Dagmar Zimmer, die früher mit ihren Bekannten selbst bei solchen Seniorenfeiern als Tanzgruppe aufgetreten ist.

Heute singt die Gruppe gleich beim Steigerlied mit, das die „Best Aged Musicians“ (BAM) anstimmen. Sie gestalten das Programm. „Je lauter man mitsingt, umso besser wird die Laune“, fordert Gerd Schmitz (79) von den BAMs. Der sich auch über die Datenschutzverordnung sowohl hinsichtlich der Feiern ärgert – als auch als Unternehmer.

Vernetzung der Senioren in Holthausen ist gut

Die meisten Gäste bedauern, keinen Brief mehr zu bekommen. „Da sieht man wieder, dass Gesetze ungeahnte Folgen haben können. Da wird gut Gemeintes kriminalisiert“, sagt Walter Koring (85). Anders sieht das Harry Wonrath (85): „Die Briefe kosten nur. Man erfährt das doch auch so.“ Er unterhält sich mit einer 91-Jährigen ihm gegenüber. Sie genießt die Feiern. „So lange man rausgehen kann, soll man auch rausgehen. Ich verstehe Nachbarn nicht, die nur zu Hause sitzen! Die Feier spricht sich jedenfalls rum. Ein Brief ist überflüssig.“ Dass die Senioren in Holthausen gut vernetzt sind, bestätigt Siepermann. Und ist gespannt, wie künftig die Veranstaltungen beispielsweise in Bredenscheid besucht sein werden, wo seiner Einschätzung nach die Senioren weniger vernetzt sind.

Bürger können sich bei der Stadt unter der Rufnummer 204-5502 über die nächsten Seniorenfeiern informieren. DieSeniorenfeiern im Septemberfinden statt am 13. September um 15 Uhr für Niederbonsfeld im katholischen Gemeindehaus St. Engelbert, am 18. September um 15.30 Uhr für Bredenscheid-Stüter/Oberstüter in der Mehrzweckhalle Habichtstraße und am 26. September um 15 Uhr für Winz-Baak in der Mehrzweckhalle Regerstraße.

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