Radverkehr

Schutzstreifen sollen Radfahrer in Hattingen sichern

Schutzstreifen sollen die Situation für Radfahrer auf der August-Bebel-Straße entspannen. Wo es an Einmündungen zulässig ist, werden die Streifen zusätzlich rot eingefärbt.

Schutzstreifen sollen die Situation für Radfahrer auf der August-Bebel-Straße entspannen. Wo es an Einmündungen zulässig ist, werden die Streifen zusätzlich rot eingefärbt.

Foto: Volker Speckenwirth / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Fachausschuss billigt einstimmig den Umbau von drei Routen in Hattingen. Streit gibt es darüber, ob die Werksstraße zwei Radwege bekommt.

Bei der Weiterentwicklung des Radverkehrskonzeptes will die Stadt jetzt Gas geben. Im Blick haben Rat und Verwaltung dabei zwei Dinge: Unfallschutz und Klimaschutz. Dass mehr Sicherheit mehr Radler auf die Straße bringt und damit auch mehr Umweltschutz einhergeht, war im Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss in dieser Woche unstrittig. Einstimmig brachte das Gremium auf den Weg, dass drei Routen zuerst angegangen werden.

Im Zuge der Tour „Von Nord nach Süd“ erhält die August-Bebel-Straße südlich der Anschlüsse Roonstraße und Im Mühlenwinkel fast durchgehend Schutzstreifen. Wo es an Einmündungen zulässig ist, werden die Streifen zusätzlich rot eingefärbt.

Rot eingefärbte Flächen für den Radverkehr

Im Bereich des Reschop-Knotens werden Radfahrer auf eigenen Streifen mit roter Einfärbung von der August-Bebel-Straße zur Nierenhofer Straße und umgekehrt geführt. Radler an der August-Bebel- und der Nierenhofer Straße können jeweils indirekt in die Martin-Luther-Straße Linksabbiegen.

Auf der Route „Durch die Südstadt“ erhält der Verkehrsknoten Martin-Luther-Straße / Große Weilstraße / Bruchstraße Markierungen mit rot eingefärbten Flächen für den Radverkehr. In den beiden Nebenarmen entstehen aufgeweitete Rad-aufstellstreifen mit zuführenden Schutzstreifen zur Verbesserung der Verbindung zwischen der Südstadt und der Altstadt.

Im Verlauf der Tour „Von Welper in die Innenstadt“ werden von An der Hunsebeck bis zur Brandtstraße die Gehwege beidseits in Fahrtrichtung zur Benutzung durch den Radverkehr freigegeben und teilweise verbreitert. Die Straße Zum Ludwigstal“ wird in Nähe der Einmündung Brandtstraße aufgeweitet, um dort eine Mittelinsel bauen zu können.

Veränderungen können Jahre dauern

„Mit dem Konzept wollen wir die Situation der Radfahrer an den neuralgischen Punkten schnell verbessern“, erklärt Baudezernent Jens Hendrix.

Und schränkt ein: „Auf städtischen Straßen ist das kein Problem. Bei den großen Verbindungen ist Straßen NRW mit im Spiel. Da können Veränderungen einige Jahre dauern, weil Markierungen erst realisiert werden, wenn die Straßendecke gemacht wird.“

Wo die neue Vorfahrt für den Radverkehr enden kann, zeigte sich an anderer Stelle. Die Werksstraße soll im Zuge der angelaufenen Sanierung Radwege auf beiden Seiten erhalten. Wie Hendrix den Politikern mitteilte, hätten die Unternehmen auf der Südseite darauf gedrungen, den dortigen Parkstreifen zu erhalten – auch zum Be- und Entladen beim Lieferverkehr.

Zwei Kampfabstimmungen im Fachausschuss

CDU und FDP haben Verständnis für den Vorschlag der Verwaltung, den Firmen entgegenzukommen. Dazu hätte der südliche Radweg teilweise unterbrochen werden müssen. Mit SPD, Grünen und Linken-Piraten ist das aber nicht zu machen. Man dürfe die gerade gestartete Vorfahrt für Radler nicht gleich schon wieder aufweichen, sagen Thomas Dorndorf-Blömer (SPD) und Robert Dedden (Grüne).

Am Ende von zwei Kampfabstimmungen stand fest: Die Werksstraße bekommt zwei Radwege.

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