SCHULTOILETTEN

Schulklo-Sanierung an Hattinger Gymnasium verzögert sich

Schön ist anders: Blick in eine der sanierungsbedürftigen Schülertoiletten am Gymnasium Waldstraße.

Schön ist anders: Blick in eine der sanierungsbedürftigen Schülertoiletten am Gymnasium Waldstraße.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Hattingen.   Die Schüler-WCs am Gymnasium Waldstraße sind schon seit längerem in einem schlimmen Zustand. Saniert werden sie aber nicht vor den Herbstferien.

Die Schultoiletten am Gymnasium Waldstraße sind schon seit längerem in einem schlimmen Zustand, ursprünglich sollten sie daher auch in den kommenden Sommerferien saniert werden. Doch nun hat Anette Christiani, die Leiterin des Gymnasiums Waldstraße, erfahren, dass sich diese Maßnahme wohl verschiebt. Was auch die Schüler nicht gerade erfreut.

Nicht jede Toilette benutzbar

„Die Wände sind total beschmiert“, sagen etwa die Waldstraßen-Schülerinnen Julia und Elisabeth (beide 17). Zudem würden sie nicht jede der Mädchentoiletten benutzen. Noch schlimmer ist der Zustand der Jungentoiletten; „ekelig“ nennt ihn Tom (16). Und ergänzt: „Ich würde mich da nicht aufs Klo setzen, da lass’ ich mich lieber abholen.“

Bereits im März 20218 hatte die damalige Schulpflegschaftsvorsitzende Maria Kreidler im Bauausschuss der Stadt über derlei Schülerverhalten berichtet. Kreidler schilderte den Ausschussmitgliedern damals , dass Schüler die sanitären Anlagen an der Waldstraße aufgrund des schlechten Zustandes meiden. Viele würden in ihren Freistunden stattdessen Toiletten in der Stadt aufsuchen oder aber zu Hause zur Toilette gehen. Insbesondere in den Sanitäranlagen für die Jungen im Bereich der Pausenhalle seien größere Schäden festzustellen, hinzu komme eine teils starke Geruchsbelästigung.

30.000 Euro sind in den städtischen Haushalt eingestellt

Auf Empfehlung von Rudolf Viefhaus, bis zum Sommer 2018 Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, hatte die Politik dann am Jahresende zugestimmt, für die Sanierung der Schultoiletten für 2019 insgesamt 30.000 Euro in den städtischen Haushalt einzustellen. Doch diese Summe reiche für die Sanierung nicht, sagt nun Ulrich Möller, Viefhaus’ Nachfolger.

Er veranschlagt die Kosten vielmehr auf das Doppelte.

Insbesondere im Jungen-WC seien schließlich umfangreiche Arbeiten erforderlich. So müssten nicht nur alle Fliesen im Bereich der Urinalrinne entfernt werden, auch moderne Urinale inklusive Sichtschutz müssten eingebaut werden, ebenso eine Lüftungsanlage. Und dazu kommen kleinere Arbeiten im Mädchen-WC.

Stadt hat Probleme, Handwerker zu bekommen

Ein insgesamt 60.000 Euro teures Maßnahmenpaket, für das Möller hofft, für die Herbstferien eine ausführungswillige Firma zu finden. Fachunternehmen für Arbeiten in den Sommerferien dagegen bekomme er selbst für attraktivere Maßnahmen schon seit längerem keine. „Wir haben zurzeit Probleme, Handwerker zu bekommen.“

Notfalls wird während der Sanierung ein Toilettencontainer auf dem Schulgelände aufgestellt

Was die Finanzierung dieser Sanierungsmaßnahme betrifft, sieht Ulrich Möller dagegen keine Schwierigkeiten. Mit Hilfe von Fördergeldern des vom Land NRW aufgelegten kommunalen Investitionsförderungsgesetzes II könnten, so Möller, 90 Prozent der Kosten abgedeckt werden. Und für den Fall, dass die Sanierung während der zweiwöchigen Herbstferien nicht komplett abgeschlossen werden kann, könne man vorübergehend einen Toilettencontainer auf dem Schulgelände aufstellen.

Reinigungsfirma soll die Schmierereien kurzfristig entfernen

Anette Christiani hat unterdessen in punkto Schultoiletten bereits eine erste Maßnahme anberaumt: Bis Freitagmorgen soll eine Reinigungsfirma zumindest die Schmierereien an den Wänden und Türen der Schultoiletten entfernen. Damit der Aufenthalt dort zumindest ein wenig erträglicher wird - schließlich erwartet das Gymnasium Gäste. Zur Abitur-Entlassfeier. Und zum Schulfest.

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