Freizeitwerk Welper

Schüler lernen in Hattingen während der Osterferien Lernen

Lernen in der Freizeit: 20 Schülerinnen und Schüler aus der neunten Klasse liegen in den Osterferien nicht auf der faulen Haut, sie sind im Freizeitwerk Welper aktiv. Foto:Walter Fischer

Lernen in der Freizeit: 20 Schülerinnen und Schüler aus der neunten Klasse liegen in den Osterferien nicht auf der faulen Haut, sie sind im Freizeitwerk Welper aktiv. Foto:Walter Fischer

Hattingen.  20 Jugendliche aus NRW sind derzeit in Hattingen-Welper zu Gast. Sie bekommen soziale Kompetenz und neue Lernmethoden mit auf den Weg.

An den Wänden hängen die Werke, die bislang in dieser Woche erarbeitet wurden. 20 Schülerinnen und Schüler aus der neunten Klasse liegen in den Osterferien nicht auf der faulen Haut herum, sondern machen bei der Initiative „LernFerien NRW – Lernen lernen“ mit, die in der Woche vor Ostern auch im Freizeitwerk in Welper Station macht. In der fünftägigen Veranstaltung bekommen die Jugendlichen an außerschulischen Orten neue Lernmethoden gezeigt.

Auf einem Plakat stehen Stichpunkte zu Grammatik und Zeitformen im Englischen, auf einem anderen sind verschiedene Verhaltensregeln niedergeschrieben, die zu Beginn der Woche aufgestellt wurden. Die Gruppe präsentiere sich bisher aber sehr anständig, meint Bernhard Lange, der den Schülern zusammen mit Simone Witt und Lorena Mack auch zwischenmenschliche Kompetenzen zu vermitteln versucht – mit Erfolg.

Verbindung aus Lernen und Ferien wird geschätzt

„Ich kannte natürlich anfangs niemanden. Aber ich war auch direkt gespannt, mit wem ich mir ein Zimmer teile“, erzählt Emily und schaut dabei grinsend zu ihrer Zimmergenossin Laura, mit der sie sich schnell angefreundet hat. Die 15-Jährige aus Ratingen ergänzt: „Ich finde es auch gut, dass viel in gemischten Gruppen gemacht wird und Mädchen und Jungs nicht getrennt sind.“

Die Verbindung aus Lernen und Ferien sei für die Jugendlichen eine gute Möglichkeit sich ein System aufzubauen, wie man richtig lernt, sagt Bernhard Lange: „Wir verfolgen hier einen ganzheitlichen Ansatz. Dabei geht es auch um Pausenmanagement. Es kann beim Lernen schon helfen, nur einige Minuten etwas anderes zu machen.“

Tipps für mehr Konzentration beim Lernen

Ferdinand, der aus der Nähe von Euskirchen kommt, sieht sich in seiner Entscheidung an diesem Programm teilzunehmen bestätigt und hat auch schon einen Trick ans Herz gelegt bekommen, mit dem er besser lernen kann: „Ich soll mit den Fingern auf den Knien tippen. Ich konnte mich immer schlecht konzentrieren, aber dieser Tipp hilft mir jetzt.“

Auch außerhalb der Lerneinheiten in Kleingruppen stehen verschieden Aktivitäten auf dem Plan, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. So sollten die Jugendlichen zum Beispiel in einem Niedrigseilparcours lernen sich gegenseitig zu vertrauen. Bernhard Lange freut sich besonders auf den gemeinsamen Abschlussabend am heutigen Tag. „Die Schüler grillen und werden auch eine Show mit Tanzeinlagen vorführen“, berichtet der 30-Jährige. Danach geht es für die Teilnehmer wieder zurück in ihre Heimat. Dort können sie ihre neuen Lernmethoden im Schulalltag anwenden.

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