VFA

Schlussstrich nach 25 Jahren

Foto: Fischer / WAZ FotoPool

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Mit einer Feier in Winz-Baak hat sich der Verein für Ausländerarbeit aufgelöst.

„Der Sinn des VFA wurde die ganze Zeit über gut erfüllt”, zieht Klaus Sager (78) eine positive Bilanz. Der Mann der ersten Stunde wird mit viel Applaus empfangen. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit ist er auf dem Fest erschienen. Und ziemlig traurig über die Auflösung, denn die Arbeit sei notwendig. Grund der Auflösung sei die fehlende Bereitschaft jüngerer Leute, Vorstandsarbeit zu leisten. Es fehlten Kandidaten für drei von sieben Ämtern – damit war die Auflösung besiegelt.

Franck Staacken, der letzte Vorsitzender des VFA, betonte noch einmal die wichtige Funktion des Vereins. Einige Aufgaben werden jetzt von anderen Institutionen übernommen. Die Frauengruppe, die durch Ilse Karrenberg (78) damals als „gemischter Nähkurs” ins Leben gerufen wurde, führt ihren interkulturellen Austausch fort.

Zur Feier am Samstag waren alle 85 aktuellen Mitglieder eingeladen, 30 von ihnen sind Gründungsmitglieder. Zu Beginn war die Stimmung trotz der Auflösung gut – man freute sich übers Wiedersehen. Später merkte man aber doch dem einen oder anderen Wehmut an, denn es gab kleine Reden mit Rückblicken auf den VFA.

Sevis Nadir (48) bedauert die Auflösung sehr, denn er sieht auch heute noch großen Bedarf an der Integration von Migranten in Schulen oder Firmen. Ine´s Koglin (55) hat das Ende schon vorausgesehen, da es zuletzt immer weniger Arbeit gab. Horst Tadday (68) bemängelt die nachgelassene Gemeinschaftspflege. Diese sei vor allem durch den Abriss des ehemaligen Begenungszentrum, Haus Burgeck, entstanden.

Bürgermeisterin Dagmar Goch lobte die Arbeit des VFA als sehr vorbildlich. Es sei erwünscht, dass die Förderung der Integration in Hattingen weitergeführt wird.

Um die Trauer zu überspielen, gab es südamerikanische Musik zur Untermahlung des Festes.

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