Kommunalwahl

Sabine Noll hat an ihre Wahl in Sprockhövel geglaubt

Stephan Sturm von der Stadt erläuterte am Wahlabend für die Gäste in der Sporthalle die einlaufenden Wahlergebnisse am Mikro.

Stephan Sturm von der Stadt erläuterte am Wahlabend für die Gäste in der Sporthalle die einlaufenden Wahlergebnisse am Mikro.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Die neue Bürgermeisterin von Sprockhövel Sabine Noll hat an ihre Wahl geglaubt. Volker Hoven geht mit Gegnern und Medien scharf ins Gericht.

Am Tag nach der Kommunalwahl ist es den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Sprockhövel zuallererst ein Bedürfnis, sich bei allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern zu bedanken, die ehrenamtlich am Sonntag in den verschiedenen Wahllokalen für die reibungslose Durchführung der Wahl gesorgt haben. Die Stimmung im Rathaus war jedoch am Montag ebenso gekennzeichnet von einem langen Wahltag, der abends nicht zu Ende gehen wollte. „Erschöpfung war im Haus zu spüren“, sagt Stephan Sturm von der Verwaltungsspitze. Und gespannte Erwartung, die es immer gibt, wenn sich auf dem Stuhl des Bürgermeisters ein Wechsel ankündigt.

Winkelmann bis 31. Oktober im Amt

Sabine Noll am Tag nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin von Sprockhövel. „Ich habe an meine Wahl geglaubt“ sagt sie. Der nächste Schritt Richtung Rathaus, so betont sie, sein die formal endgültige Feststellung des Wahlergebnisses im Wahlprüfungsausschuss am Montagnachmittag. Noch sei für sie die neue Aufgabe nicht greifbar, „Bürgermeister Ulli Winkelmann ist ja noch bis zum 31. Oktober im Amt.“ Bis dahin habe sie in der Kämmerei in Monheim den Übergang zu managen, bald nach der Amtsübernahme will sie sich bei den Verwaltungsmitarbeitern am Rathausplatz 4 vorstellen.

Hoven ist für acht Jahre gewählt

Der Beigeordnete Volker Hoven, unterlegen bei der Wahl zum Bürgermeister, sieht sich in seinen „Grundwerten erschüttert, die Stadt hat ihre Unschuld verloren“, hadert er. Im Wahlkampf seien aufseiten des politischen Gegners wiederholt falsche Tatsachen behauptet worden, „da lief einiges nach Trump-Manier“. Auch an der ihn betreffenden Medienberichterstattung in der WAZ übt Hoven harte Kritik, wenn er etwa den Bericht über Gangelshausen anspricht, der – wenige Tage vor der Wahl erschienen – ihm keine Möglichkeit mehr eingeräumt habe zu reagieren. Von den acht Jahren, die Hoven zum Beigeordneten gewählt wurde, sind erst vier um. Was nun beruflich unter einer Bürgermeisterin Noll wird, kann er noch nicht absehen.

43,4 Prozent für Markus Gronemeyer

Wie sehr sich die Lage der SPD in Sprockhövel verschlechtert, die der CDU sich gleichzeitig verbessert hat, lässt sich an Wahlkreisergebnissen gut ablesen: Zwölf von 16 Wahlkrisen wurden von Kandidatinnen und Kandidaten der CDU, lediglich vier von der SPD errungen. Spitzenergebnisse für die Sozialdemokraten holten der Fraktionschef Wolfram Junge mit 30,2 Prozent im Bürgertreff Dorfstraße, Marion Prinz mit 33,1 Prozent in der Grundschule Börgersbruch und Markus Gronemeyer mit 43,4 Prozent in der Begegnungsstätte Hiddinghausen. Bei den Christdemokraten sticht Fraktionsvorsitzender Torsten Schulte mit 41,2 Prozent in Horath, sein Stellvertreter Felix Steindorf mit 34,1 Prozent, Dr. Klaus Befelein (36,9) in der Sparkasse Niedersprockhövel, Dr. Christian Waschke im Bürgerbüro Rathaus mit 35,5 Prozent, Yasemin Torun im Bürgerhaus Niedersprockhövel mit 35,8 Prozent und Gerhard Ligensa mit 36,1 Prozent im Gemeindehaus Perthes-Ring.

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