Kommentar

Rot-Grün ist in Hattingen auf Augenhöhe durchaus möglich

Ulrich Laibacher, Leiter der WAZ-Redaktion Hattingen

Ulrich Laibacher, Leiter der WAZ-Redaktion Hattingen

Foto: Volker Speckenwirth / WAZ

Hattingen.  Personalpolitik im Rathaus prägen CDU, FDP und Grüne seit Jahren. Bei Sachfragen könnten Rot und Grün nun zusammenfinden. Das sind die Gründe.

Dirk Glaser und Frank Mielke wissen, dass eine Wahlempfehlung der Grünen das Rennen ums Bürgermeisteramt stark beeinflussen kann. Und die Bürger sollten wissen, dass die Grünen auch im Stadtrat mehr mitreden werden als bisher.

Es gibt deutliche Signale für eine rot-grüne Zusammenarbeit. Zwar haben die Grünen als Teil von Jamaika-Absprachen der Personalpolitik im Rathaus seit 15 Jahren ihren Stempel aufgedrückt.

Nicht nur beim Klima gibt es Überschneidungen

Inhaltlich war die Umwelt-Partei zuletzt aber viel näher bei der SPD, und das nicht nur beim Klima. Flüchtlingspolitik, sozialer Wohnungsbau, Live-Übertragungen von Ratssitzungen im Internet – die Gemeinsamkeiten häuften sich.

Rat und Verwaltung haben sich an Entscheidungen über wechselnde Mehrheiten seit Jahren gewöhnt. Viele Details wurden öffentlich diskutiert, Ausschusssitzungen für Absprachen unterbrochen. Gut möglich, dass das bald aufhört. Dass die geschrumpfte SPD und die erstarkten Grünen nun fast auf Augenhöhe unterwegs sind, macht vieles möglich.

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