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Rosenmontagsmuffel kaufen ein in Hattingen

Liane Fischer packt zusammen – Schikimiki-Moden hat wegen des Rosenmontagsumzugs schon um eins geschlossen. Fotos:Walter Fischer

Liane Fischer packt zusammen – Schikimiki-Moden hat wegen des Rosenmontagsumzugs schon um eins geschlossen. Fotos:Walter Fischer

Hattingen.   In den meisten Läden im Reschop Carré herrscht normaler Betrieb. Einige Einzelhandelsgeschäfte beklagen weniger Kundschaft als sonst.

Lieber shoppen gehen statt sich verkleiden: Am Rosenmontag hatten die Geschäfte im Reschop Carré für Nicht-Karnevalisten bis 20 Uhr geöffnet. Mitarbeiter waren der Meinung, der Umsatz sei im Vergleich zu einem gewöhnlichen Montag nicht stärker oder schwächer. Birgit Kohlmann, Kassiererin bei Kodi, merkte dagegen den Unterschied: „Es lohnt sich auf jeden Fall, bis 20 Uhr geöffnet zu haben. Der Umsatz ist stärker als an einem normalen Montag.“

Kaufland hielt sich an seine gewohnte Öffnungszeit bis 21.30 Uhr. In der Innenstadt waren die meisten Einzelhandelsgeschäfte bis 13 Uhr geöffnet. Darunter die Parfümerie Pieper, Optik Meinecke und Street One.

„Es gibt genug Kunden, die nicht Karneval feiern möchten und zwangsfrei haben“, sagt Birgit Kohlmann. „An einem gewöhnlichen Montag müssten die Leute, die jetzt hier sind, zur Arbeit.“

Eine Mitarbeiterin des Schuhgeschäfts Deichmann stimmt zu: „Nach meiner Einschätzung ist es heute etwas voller als normalerweise. Dieser Monat war allerdings generell verhältnismäßig ruhig.“

Als gleichbleibend bezeichnet Ralf Jakoby, Filialleiter bei DM, den Umsatz. „Unser Vorteil sind die geregelten Center-Öffnungszeiten“, findet er. „Zu den Kernzeiten ist hier immer viel los. Das ist an Rosenmontag nicht anders als an gewöhnlichen Wochentagen.“

Gleich bleibenden Umsatz sieht auch Marvin Fahr, Mitarbeiter bei Saturn: „Der Verkauf läuft wie an jedem anderen Wochentag.“ Nicht stärker als sonst in der Woche findet auch eine C&A-Mitarbeiterin den Umsatz: „Aber er ist auch nicht schwächer. Ich würde sagen, es kommen normal viele Leute.“

Ulrich Lechleuter, Inhaber des Küchenmöbelgeschäftes Küchen Lechleuter, hat an Rosenmontag nicht mehr Kundschaft. „Das ist immer unterschiedlich“, sagt er. „Natürlich haben heute viele Kunden frei und nutzen die Zeit für eine Beratung. Wir haben bis 18 Uhr geöffnet, sind aber flexibel – wenn man mir die Bude einrennt, lasse ich auch länger geöffnet.“

Familien mit Kindern bei Umzug

Maria Schulz vom Schreibwarengeschäft Wirth in der Innenstadt stellt keine Veränderung beim Umsatz fest. „Außer, dass jetzt mal ein Schüler, der um diese Zeit in der Schule wäre, ein Schreibheft kauft, ist alles unverändert. Länger als bis 13 Uhr geöffnet zu haben, würde sich nicht lohnen, da die meisten Familien mit Kindern ja doch zum Rosenmontagszug in Holthausen gehen.“

Bis 13 Uhr hat Liane Fischer im Modegeschäft „Schikimiki“ in der Innenstadt geöffnet. „Die Jeckenzeit ist nicht mein Ding“, sagt die 52-Jährige. In Wuppertal war Sonntag ein Umzug, „da war ich auch nicht“. Im Laden sei am Rosenmontag so gut wie nichts los – „viel weniger als sonst“.

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