Fernsehen

Roman von zwei Hattinger Autorinnen wird verfilmt

Die Autorinnen Nadine d'Arachart und Sarah Wedler präsentieren ihren neuesten Thriller „Ein Spiel für Gewinner“. Der wird jetzt auch verfilmt.

Die Autorinnen Nadine d'Arachart und Sarah Wedler präsentieren ihren neuesten Thriller „Ein Spiel für Gewinner“. Der wird jetzt auch verfilmt.

Foto: Fischer

Hattingen.   Zum zweiten Mal wird ein Roman von Sarah Wedler und Nadine d’Arachart verfilmt. Der erste war ein Quotenhit. Dieses Mal dürfen sie mitreden.

Die Hattinger Autorinnen Sarah Wedler (32) und Nadine d’Arachart (33) arbeiten an der zweiten Verfilmung eines ihrer Romane. Nach „Die Muse des Mörders“ soll jetzt auch „Ein Spiel für Gewinner“ ins Fernsehen kommen. Und dieses Mal sind dürfen die Autorinnen bei der Produktion mitreden.

„Die Muse des Mörders“ war Anfang Oktober im ZDF zu sehen. „Wir waren der Quotensieger“, freut sich Nadine d’Arachart. Am Schluss wunderten sich dann beide. „Denn da war es ein ganz anderer der Täter“, so d’Arachart. An der österreichischen Produktion waren beide nicht beteiligt.

Beteiligung an der Filmproduktion

Bei der Verfilmung von „Ein Spiel für Gewinner“ sind sie voll eingespannt, arbeiten am Konzept. Spaß macht das – auch wenn sie tagelang über dem Exposé brüten, das nur zwei Seiten umfassen darf. „Ich habe nachts schon davon geträumt“, sagt Sarah Wedler. Satz für Satz bringen sie zu Papier, lesen, verwerfen, verfassen erneut. Dieses Mal produziert eine deutsche Firma den Film. Dauerte es beim Vorgänger sechs Jahre vom Roman bis zum Film, so hatte die Firma jetzt schon angefragt, bevor das Buch überhaupt erschienen war.

Drei Monate schrieben die beiden Autorinnen, die sich seit der Kindergartenzeit kennen, an dem Thriller. Jede überarbeitet die Passagen der anderen. Dabei hatte es eigentlich dieses Mal anders laufen sollen: Sarah Wedler hatten den Ermittler im Kopf, Nadine d’Arachart die anderen Protagonisten. Aber die Charaktere entwickelten ein Eigenleben, das Duo merkte: Wir gehen wie immer vor. Das heißt auch: d’Arachart kann gut kürzen, Wedler gut etwas einfügen. Längst liegen die Zeiten hinter beiden, in denen sie um Passagen kämpften. „Wenn die eine jetzt sagt, dass etwas nicht rüberkommt, dann schreibt man das Kapitel eben neu“, so d’Arachart.

Lange Recherche zum Inhalt

Zuvor hatten beide lange recherchiert. In ihrem Buch geht es um eine grausame Internet-Herausforderung, die ihre Teilnehmer in den Selbstmord treibt. „Wir hatten von so etwas unabhängig voneinander in den Medien gelesen, haben recherchiert – und kamen so zu dem Thema“, erinnert sich Wedler.

Erstleser sind neben Nadine d’Aracharts Mutter vier bis fünf Stammleser. „Das ist wichtig, denn nach dem Schreiben hat man ein Brett vor dem Kopf“, findet Nadine d’Arachart. Dabei hatten die beiden nach dem halben Buch wieder alles umgeschmissen. „Uns hatte das Thema damals so gepackt, das kam im Buch nicht rüber“, begründet Sarah Wedler. Also begann das Kürzen und Umschreiben.

Zurück zu ihren Wurzeln – zum Drehbuchschreiben – wollen die beiden übrigens trotz des Spaßes an der Verfilmung nicht. „Beim Roman ist toll, dass man alles alleine in der Hand hat. Und wenn er fertig ist, ist er fertig“, sagt Sarah Wedler.

>>> INFO: Über das Buch „Ein Spiel für Gewinner“

  • Das Buch „Ein Spiel für Gewinner“ mit 480 Seiten ist im Telescope-Verlag erschienen. Es kostet 12,90 Euro.

  • Beide Autorinnen erhielten in den vergangenen Jahren Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Sie nahmen am „open mike“ in Berlin teil, erhielten den Förderpreis des Literaturbüro Ruhr.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben