Konzert

Rhein-Ruhr Philharmonie begeistert mit Kontrasten

Begeisterten: Solisten und Orchester beim Herbstkonzert der Rhein-Ruhr Philharmonie im Rahmen von „Volksbank klassisch“ in der Gebläsehalle.

Begeisterten: Solisten und Orchester beim Herbstkonzert der Rhein-Ruhr Philharmonie im Rahmen von „Volksbank klassisch“ in der Gebläsehalle.

Foto: Biene Hagel

Hattingen.   Die erste Hälfte des Herbstkonzerts der Rhein-Ruhr Philharmonie in der Gebläsehalle war verspielt mit Mozart. Mit Mahler wurde es danach wuchtig.

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Das Herbstkonzert der Rhein-Ruhr Philharmonie im Rahmen von „Volksbank klassisch“ ist mittlerweile zu einer Institution im Kultur­Kalender Hattingens geworden. Allein schon der enorme Zuspruch des Publikums war auch am Samstag wieder Beweis dafür, dass klassische Musik und ein Industriedenkmal wie die Henrichshütte ganz hervorragend zusammenpassen. „Die Hütte ist voll“, kommentierte Landrat Olaf Schade sichtlich zufrieden in der Gebläsehalle.

Die schien für Schade mit Blick auf das Programm ohnehin wie gemacht: „Zwei bläserlastige Stücke in der Gebläsehalle“, bemerkte er schmunzelnd.

In der Tat standen durch die Wahl des Orchesters unter dem Dirigat von Thomas Schlerka für Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia concertante in Es-Dur, KV Anh. 9 (297 und C14.01) sowie Gustav Mahlers Symphonie Nr. 1 in D-Dur (Titan) Instrumente wie Oboe, Horn, Klarinette und Fagott im Mittelpunkt des Geschehens. Eine Auswahl der Kontraste. Denn war die erste Konzerthälfte durch Mozart eher noch leicht und verspielt, wurde es nach der Pause mit Gustav Mahler wuchtig und dramatisch. Im Zentrum der Aufmerksamkeit von Mozarts Sinfonia concertante standen ganz die Solisten Claudia Lahaye (Oboe), Frank Christmann (Klarinette), Herbert Grüneberg (Horn) und Monika Klar (Fagott). Bei Mahlers Symphonie hingegen konnten die Zuhörer die ganze Kraft und Größe des Orchesters erfahren.

Im Publikum befand sich heimische Politprominenz

Verständlicherweise war der Applaus des Publikums – unter dem sich neben den Volksbank-Vorstandsvorsitzenden Michael Vogelsang und Rudolf Hermanns auch heimische Politprominenz wie Bürgermeister Dirk Glaser, die Altbürgermeister Dagmar Goch und Dieter Liebig sowie Alt-Landrat Arnim Brux befanden – im Anschluss des Konzerts groß. „Es ist immer wieder ein Höhepunkt für uns, wir kommen schon seit ein paar Jahren zum Konzert“, zeigte sich Besucher Friedbert Buchner begeistert. „Mahler und Mozart sind eine gewagte Kombination, aber gerade deshalb war es auch so gut“, ergänzte Ehefrau Rita lachend. Begeistert zeigen sich die beiden auch vom Ort des Geschehens: „Ich finde das ganz toll, dass im Ruhrgebiet ehemalige Industriebrachen für die Kultur genutzt werden. Etwas wie ,Volksbank klassisch’ passt hier wunderbar herein“, so Friedbert Buchner. „Auch mir gefiel das Konzert sehr gut“, resümierte Besucherin Christel Fasbender. „Ich bin fast jedes Mal dabei und die Kombination war toll. Gerade der Schluss ging mir richtig unter die Haut“.

Anerkennung gab es auch von Dirigent Thomas Schlerka, der dem Publikum den Applaus zurückgab: „Ich bin es, der einen herzlichen Dank aussprechen muss, dass wir hier zu Gast dein dürfen. Wir freuen uns, dass wir bald wieder zu Besuch sind.“ Eine kleine Zugabe in Form eines Geburtstagsständchens wurde für Dirigent Ingo Ernst Reihl angestimmt, der im Publikum saß.

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