RENN ZUR MILLION!

Renn zur Million: So war’s beim Public Viewing in Hattingen

Gut 60 Zuschauer kamen zum Public Viewing der Erstausstrahlung der Pro-Sieben-Show „Renn zur Million...  wenn du kannst“ in die Gebläsehalle des LWL-Industriemuseums Henrichshütte.

Gut 60 Zuschauer kamen zum Public Viewing der Erstausstrahlung der Pro-Sieben-Show „Renn zur Million... wenn du kannst“ in die Gebläsehalle des LWL-Industriemuseums Henrichshütte.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Das Industriemuseum Henrichshütte hat zur neuen ProSieben-Show „Renn zur Million“ ein Public Viewing veranstaltet. Das sagen die Besucher.

Lea, Sina, Kim und Julia, alle 19 Jahre alt, hatten am Dienstagabend sichtlich Spaß. Die Studentinnen saßen in einer der vorderen Reihen und hatten freien Blick auf die Großleinwand in der Gebläsehalle der Henrichshütte. Gezeigt wurde „Renn’ zur Million... wenn du kannst“. Eine Show des Privatsenders ProSieben, die auf dem Hüttengelände gedreht worden war.

Hattingen wird in Deutschland ein großes Stück bekannter

Siebenhundert Stühle gab es, auf die sich Zuschauer hätten setzen können, gekommen sind 65 Personen, die die Show in der Originalkulisse erleben wollten. All’ die anderen, die dem Ereignis folgen wollten, saßen zu Hause gemütlich auf der Couch – mit und ohne Bier und Chips.

Die neue Spielshow, ob man sie nun liebt oder nicht, hat einen Effekt auf jeden Fall: Hattingen wird in Deutschland ein großes Stück bekannter. Wenn dem Produzenten eins gelungen ist, dann, die Henrichshütte bestens ins Bild zu setzen. Immer, aber auch wirklich in jeder Sequenz, sind die alten Stahlkolosse gekonnt illuminiert. Ein attraktives Umfeld für eine neue Show mit historischem Flair.

„Die Show ist wirklich unterhaltsam“

Genau das fanden die Zuschauer auch attraktiv. „Ich wollte die Show am Drehplatz erleben. Und das hat tatsächlich einen ganz besonderen Reiz“, sagt Barbara Dicks, deren zweite Heimat ohnehin die Hütte ist.

„Ich bin hier eigentlich ständig, gehe zu Ausstellungen, Veranstaltungen und Lesungen. Ich brauch das hier“, sagt die leidenschaftliche Hüttenbesucherin. Annika Brölsch sieht das genau so. „Das ist doch eine super Werbung für Hattingen. Und die Show ist wirklich unterhaltsam.“

Viele der Besucher bekennen, dass sie normalerweise solche Shows nicht gucken. Aber die Idee, den Drehort zum Kino zu machen, sei absolut attraktiv.

In einer Live-Show wäre noch viel mehr Spannung aufgekommen

In einer Live-Show wäre mit Sicherheit noch viel mehr Spannung und Mitfiebern aufgekommen, bei dem Format natürlich ein chancenloser Traum. Denn es geht auf dem gesamten Gelände sportlich ordentlich zur Sache.

Ein Kandidat oder mehrere Kandidaten müssen Hindernisse überwinden, ein Profisportler folgt wenige Minuten später. Entkommt der Kandidat seinem Verfolger, räumt er Geld ab – je nachdem, wie viele Hindernisse er geschafft hat. Wird er eingeholt, ist das Spiel zu Ende. Er bekommt dann maximal die Summe, die er sich sportlich erarbeitet und mit dem Schlag auf einen Buzzer gesichert hat.

Die Teilnehmer müssen sich an einem Seil 43 Meter in die Höhe ziehen

Nicht nur optisch wird die Herausforderung an die Teilnehmer deutlich. Zum Beispiel, wenn sie sich an einem Seil 43 Meter in die Höhe ziehen müssen. Das alles unter Zeitdruck. Auch die Mikrofone, die an den Teilnehmern befestigt sind, vermitteln die enorme Anstrengung. Da bleibt nicht nur den Sportlern die Luft weg.

Mechthild und Harald gehen schon nach einem halben Stündchen. Sie sind mit dem Fahrrad aus Mülheim/Ruhr angereist, um Hattingen und die Umgebung kennenzulernen. Ihnen wurde in der Touristeninformation dieser Hüttenabend als etwas ganz Besonderes angekündigt. „Die Spielshow ist jetzt nicht so unser Ding, aber die Idee, eine Übertragung hier am Drehort zu machen, ist wirklich toll“, sagen sie.

Sie bleiben eine Nacht, sind von der Hütte, der Altstadt und der Umgebung absolut begeistert. „Das ist noch eine Stadt, die lebt. Und es gibt hier vier Wollgeschäfte, das hätte ich nicht gedacht“, sagt Mechthild. „Auf jeden Fall eine Adresse, um wiederzukommen.“

>>> DER TOP-TEILNEHMER DER SHOW


„Renn zur Million“ ist eine Show, die nicht nur sportliche Höchstleistungen und die Traumkulisse der illuminierten Hütte in Szene setzt. Sie gewährt auch einen kleinen Einblick in die Charaktere der Teilnehmer.

Überragend war der sympathische Medizinstudent Sam aus der Schweiz, 83 kg, 1,80 Meter groß. Er liebt Freerunning und Parkour, springt mal locker von Balkonen im fünften Stock zum vierten, zum dritten, zum zweiten, zum ersten und landet sicher auf dem Boden.

Er ließ seinen Verfolger, Taekwondo-Meister Harun Özdemir, im Regen stehen, hörte trotz eines Riesenvorsprungs aber bei 100.000 Euro auf – und strahlte mit Mama um die Wette.

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