ProSieben-Show

Renn zur Million: So war es hinter den Kulissen in Hattingen

So sieht es aus, wenn ein Kandidat bei der ProSieben-Show über die Hindernisse balanciert.

So sieht es aus, wenn ein Kandidat bei der ProSieben-Show über die Hindernisse balanciert.

Foto: ProSieben/Julian Essink

Hattingen.  Hindernisse am Hochofen, Feuer und Scheinwerfer in der Nacht: Der Dreh der ProSieben-Show "Renn zur Million" in Hattingen hat für Furore gesorgt.

Der Kameramann rast auf dem Segway einem sprintenden Muskelprotz hinterher. Flammen schießen fauchend in den Himmel, helle Scheinwerfer zeichnen Kreise in die Nacht über der Hattinger Henrichshütte. Die ist seit dem Wochenende Erwachsenen-Spielplatz und Kulisse für die neue Spielshow "Renn zur Million" des Privatsenders ProSieben. Und der hat einiges aufgefahren, um den Unterhaltungsdrang des Fernsehzuschauers zu befriedigen.

Prosieben dreht „Renn zur Million...“ auf der Henrichshütte – Das Wichtigste in Kürze:

  • Prosieben hat Ende Juli die Spielshow „Renn zur Million… wenn du kannst!“ auf der Henrichshütte in Hattingen gedreht
  • Moderiert wird die Sendung von dem Moderatoren-Duo Daniel Aminati und Rebecca Mir. Ziel der Abenteuer-Game-Show ist es, herausfordernde Hindernisse zu überwinden und dabei noch hartnäckige Verfolger abzuhängen – auf direktem Weg zur eigenen Million.
  • Die Show soll nun am Dienstag, 10. September, um 20.15 Uhr auf Prosieben laufen.

Renn zur Million: 180 Zuschauer beobachten Dreh auf der Henrichshütte

Noch im Hellen: Eine Stunde vor der Aufzeichnung von „Renn zur Million … wenn du kannst“ sehen die knapp 20 Kandidaten den Parcours mit seinen insgesamt neun Hindernissen zum ersten Mal. Die jungen Männer und Frauen wuseln in sportlicher Funktionswäsche am „Stahl-Dschungel“, „Walzwerk“, „Stahl-Bohrer“, „Siedebecken“ und Co. umher. Eine strenge Produktionsmitarbeiterin scheucht einen allzu forschen jungen Mann von einem sich drehenden Element herunter. „Immer auf den Buzzer drücken, erst dann ist das Obstacle frei“, erklärt der Produzent in lupenreinem Denglisch.

Eine dunkelhaarige TV-Schönheit, bekannt aus einem Casting-Format, hält ein hämmerndes Massagegerät an ihre Oberschenkelmuskeln. Beim Blick auf die Hindernisse gerät die junge Frau ins Grübeln: „Hoffentlich schaffe ich wenigstens eines.“ Klettern, hüpfen, fallen – was da genau überwunden werden muss, soll noch ein Geheimnis bleiben, schließlich sollen alle Kandidaten auch in den kommenden Tagen die gleichen Chancen haben.

Mittlerweile ist es dunkel geworden. Die Kandidaten sind hinter der Bühne verschwunden, das Publikum ist auf den zwei Tribünen aufgetaucht. Knapp 180 Menschen warten auf ihren Einsatz: „Und Applaus, bitte“, tönt die sonore Stimme. Applaus!

Ex-Topmodel-Kandidatin Rebecca Mir und Daniel Aminati moderieren

Es ist kurz nach Mitternacht. Die Kabelhilfe freut sich schon auf die „Mittagspause“ in einer Stunde. Schicht ist erst am frühen Morgen. ProSiebens Allzweckwaffe Daniel Aminati und Ex-Topmodel-Kandidatin Rebecca Mir sprechen markige Sprüche ein. „Hier hängen die Allerhärtesten am Allerwertesten“, prustet Daniel Aminati in die Kamera. Ein Stand-up-Comedian hält die Zuschauer bei Laune.

In der ersten Reihe unterstützen Freunde mit Fan-Shirts ihren Kandidaten. Die Moderatoren sind für weitere Drehs in der „Stahlallee“ verschwunden. Im Publikum machen Butterbrote und Chips die Runde. Das Putzteam wienert die Bühne.

Drohne filmt Szenen an der Henrichshütte aus der Luft

Flammen schießen noch einmal in den Nachthimmel und während Zuschauer und Moderator den kurzen Moment der Wärme genießen, sprintet der muskelbepackte Kandidat los. Sein Verfolger tippelt ungeduldig hin und her, in zwei Minuten darf er los. Ein Kameramann rast auf Segways hinterher, eine Kameradrohne filmt die wilde Szenerie aus der Luft.

Bis zu eine Millionen Euro können die Kandidaten laut ProSieben im besten Fall gewinnen. Die Wünsche der hoffnungsvollen Hobby-Sportler und halb-bekannten D-Promis gehen von der Schwerelosigkeit beim Parabelflug bis zur Geldspende für die Stiftung des früh verstorbenen Vaters.

Doch erst einmal heißt es: laufen! Kandidat eins bekommt seinen Angstgegner. Kandidat zwei hat noch weniger Glück. Er kämpft mit einer gerade ausgestandenen Magen-Darm-Grippe, einem geprellten Zeh – und dann machen in 40 Metern Höhe noch „die Arme zu“. Und Kandidat drei? Der hat Höhen- und Tiefenangst und auch Ausdauer ist nicht seine Stärke, sagt er selber.

Wieder eine kurze Pause. Der Stand-up-Comedian erzählt vom Urlaub. Rebecca Mir eilt im warmen rosa Flausch-Mantel und Damen-Begleitung übers Hüttengelände. Zuschauer vermummeln sich sich in den mitgebrachten Decken, es sind die Profi-Gucker, die ihre Ausrüstung mitgebracht haben.

Gedreht wird bis Sonnenaufgang

Es ist 1.30 Uhr. Im Backstage-Bereich tischt das Team-Catering Brötchen und Wurst auf. Im Kühlschrank stehen Soja- und Hafermilch. Jetzt einen Kaffee.

Ein Golfwagen surrt vorbei. Der Fahrer, ein Produktionsmitarbeiter mit schwarzem Hemd und Headset kutschiert einen vollkommen erschöpften Kandidaten aus dem Rampenlicht. Die Knie des jungen Mannes zittern, Schweiß steht auf der Stirn. Ob er’s geschafft hat: Auch das bleibt ein Geheimnis. Die Spielshow soll noch in diesem Jahr ausgestrahlt werden. Am Dienstagabend sagt Daniel Aminati in einer Moderation. ProSieben möchte das zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestätigen.

Endlich Mittagspause. Eine Dreiviertelstunde dürfen sich Publikum, Moderatoren und Produktionsmitarbeiter in tiefer Nacht ausruhen. Dann geht’s weiter – bis die Sonne aufgeht.

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Die Spielshow „Renn zur Million“ wird am Dienstag, 10. September, um 20.15 Uhr auf Prosieben erstmals ausgestrahlt. Wie viele Folgen es geben wird, teilt der Sender nicht mit.

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