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Pfeilgiftfrösche und ein alter Liniendornwels begeistern

Spannende Unterwasserwelten: Nadine Kersting (37) und ihr Sohn Maximilian (6) schauen sich die Diskusfische an. Sie sind auch zum Kaufen gekommen.

Foto: Volker Speckenwirth

Spannende Unterwasserwelten: Nadine Kersting (37) und ihr Sohn Maximilian (6) schauen sich die Diskusfische an. Sie sind auch zum Kaufen gekommen. Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.  Bei der Ausstellung im Vereinsheim der Zierfischfreunde Roter von Rio werden Tiere bewundert. Besucher konnten aber auch selber Fische kaufen.

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Fische in schillerndsten Farben schwimmen in dem Becken. Ein orange-weißer Clownfisch versteckt sich in seiner Anemone. Ein blauer Doktorfisch huscht eilig durch die Gegend. Wie ein Korallenriff sieht es in dem Aquarium aus. Stolz präsentieren die Zierfischfreunde Roter von Rio ihre Unterwasserwelten. Neben der Ausstellung gibt es im Vereinsheim an der Waldstraße eine Fisch- und Pflanzenbörse, bei der die Besucher Tiere und Ausstattung für das eigene Aquarium kaufen können. Die Preise der Fische variieren, der günstigste wechselt für 50 Cent den Besitzer, der teuerste kostet über 50 Euro.

Das Gift verursacht Übelkeit

Insgesamt zwölf Aquarien und zwei Terrarien betreiben die über 100 Mitglieder. „Besonders beliebt sind die Pfeilgiftfrösche in den Terrarien“, weiß Andreas Bedmann, Vorsitzender des Vereins. „Vor allem Kinder sind von ihrem Gesang begeistert.“ Die Frösche sind schwarz und gelb gemustert. Obwohl sie nur wenige Zentimeter groß sind, sehen sie in gewisser Weise gefährlich aus. Und das sind sie tatsächlich, auch für uns Menschen. Das Gift des Tieres verursacht Übelkeit, Fieber und Magen-Darm-Beschwerden, führt im schlimmsten Fall sogar zum Tod.

Tipps zur artgerechten Haltung

Harmloser geht es da bei den Fischen zu. Sie kommen aus Asien, Afrika oder Südamerika. Dementsprechend benötigen sie auch unterschiedliche Pflege. So ist zum Beispiel der Clownfisch, den Bedmann liebevoll „Nemo“ nennt, ein Salzwasserfisch. Regenbogenfische dagegen schwimmen am liebsten in Süßwasser. „Zum Verkauf stehen vor allem Süßwasserfische“, erklärt der Vorsitzende. Garnelen, der beliebte Guppy, Welse und noch viele weitere Arten können die Besucher bei der zweitägigen Börse erstehen. Die Experten geben Tipps zur artgerechten Haltung. Auch Zubehör wie Wasserfilter, Pumpen und Futter bieten die Zierfischfreunde an. „Ein Aquarium zu pflegen ist kein Kinderspiel“, weiß Bedmann. Trotzdem hat er darin seine Erfüllung gefunden. Seit über 50 Jahren ist er Aquarianer. „Ich fühle mich der Natur näher, wenn ich die Tiere in meinem Becken betrachte“, gerät er ins Schwärmen. „Es beruhigt und entspannt mich einfach.“

Liniendornwels ist 35 Jahre alt

Besonders angetan hat es ihm der Liniendornwels. Mit 35 Jahren ist er der älteste Fisch des Vereins. „Als vor fast 20 Jahren ein Zoofachgeschäft in Hattingen schließen musste, haben wir den Wels übernommen.“ Tagsüber sieht man das Tier kaum, denn es ist nachtaktiv. Mit speziellem Futter für Bodenfische versucht Bedmann den Wels anzulocken. Es dauert ein paar Minuten, doch dann traut er sich tatsächlich aus seinem Versteck. Der Liniendornwels ist dunkelbraun und hat einen weißen Streifen auf dem Rücken. Über 30 Zentimeter ist er lang. „Diese Art kommt aus dem Amazonas“, so der Fischfreund. „Er hat gerne warmes Wasser und braucht Wurzeln und Pflanzen hinter denen er sich verstecken kann.“ Ein gutes Versteck braucht der Wels in der Tat, denn seine Mitbewohner sind berüchtigt. „Die Piranhas kriegen ab und zu mal ein Stück Fleisch zu fressen. Schließlich sind sie Jäger.“

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