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Orientierung für die Ausbildungssuche in Hattingen

Auf der Ausbildungsmesse im Reschop Carré präsentieren sich auch in diesem Jahr  32 Aussteller, die 40 Ausbildungsberufe vorstellen werden. Foto:Fischer/Archiv

Auf der Ausbildungsmesse im Reschop Carré präsentieren sich auch in diesem Jahr 32 Aussteller, die 40 Ausbildungsberufe vorstellen werden. Foto:Fischer/Archiv

hattingen.   Auf der Messe im Reschop Carré präsentieren sich am 23. Februar viele Betriebe. Schüler können dort mit Unternehmen und Azubis sprechen.

Die Messe „Ausbildung in Hattingen“ geht in die vierte Runde: Am Freitag, 23. Februar, 12 bis 18 Uhr, organisiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet mit und im Reschop Carré erneut die Messe, auf der sich Ausbildungsbetriebe Schülern direkt präsentieren können.

Die kommen alleine, mit ihrer Schulklasse oder mit den Eltern: „Das ist sehr unterschiedlich“, sagt Jörn Kleinelümern vom IHK-Wirtschaftsbüro Hattingen. Dabei sind nicht nur die Schüler angesprochen, die jetzt ihren Abschluss machen. „Das ist durchaus auch für Neuntklässler geeignet, die sich einen Überblick verschaffen wollen. Denn viele Unternehmen wie Banken planen ihre Ausbildungsplatzvergabe langfristig“, weiß Kleinelümern. 32 Aussteller werden da sein und 40 Ausbildungsberufe vorstellen. Einige neue Aussteller sind auch dabei, andere pausieren – oder sind weggezogen.

Die zehn wichtigsten Fragen

„Wir denken immer wieder über die Messe nach. Das Bühnenprogramm im Vorjahr lief nicht so gut, das lassen wir weg. Dafür haben wir uns andere Aktionen überlegt.“ So hat die IHK Auszubildende danach gefragt, was für sie vor der Ausbildung die drängendsten Fragen an Firmen waren. „Wir haben die zehn wichtigsten auf einem Bogen zusammengestellt, den viele Unternehmen schon ausgefüllt haben. Alle Bögen sind auf der Messe-Homepage. So können sich Neugierige schon vorab informieren.“

Damit die Hemmschwelle, potenzielle Arbeitgeber anzusprechen, noch geringer ist, ist geplant, dass Auszubildende, die mit auf der Messe sind, ein T-Shirt tragen, das sie als Lernende ausweist. „Es soll auch zu sehen sein, in welchem Beruf.“ Schülern würde es dann leichter fallen, andere junge Menschen anzusprechen.

Termine vorab vereinbar

Außerdem können erstmalig auch über die Homepage Gesprächstermine auf der Messe mit Vertretern von Unternehmen vereinbart werden. Die Aktivitäten im Social-Media-Bereich werden verstärkt. Der Facebook-Kanal der Messe soll mit Live-Videos bespielt werden.

Kleinelümern ermuntert die Jugendlichen, sich nicht auf einen Traumberuf festzulegen. „Wer zum Beispiel im Kfz-Bereich nicht Mechatroniker werden kann, sollte mal diesen Beruf für Land- und Baumaschinen ins Auge fassen.“

Ihn ärgern viele Vorurteile wie dieses: In der Gastronomie sind die Arbeitszeiten schlecht. „Wer bei der Polizei anfangen will, misst dem Drei-Schicht-System dort weniger Bedeutung bei.“ Von Top-10-Listen von Ausbildungsberufen hält er nichts. „Das ist zu reduziert, es gibt so viele spannende Berufe.“

Kleinelümern will Firmen auch ermuntern, offensiv um Azubis zu werben. „Der Fachkräftemangel ist da. Jeder muss etwas dagegen tun.“ Das sei auf der Messe mit geringem Aufwand möglich. Pflegedienste werden auf der Messe übrigens nicht vertreten sein, was Kleinelümern bedauert.

„Die Messe ist eine Ergänzung zu den Messen in Ennepetal und Bochum“, so Kleinelümern. Was die Bewerbungen angeht, sagt er, läuft heute vieles digital. Und: Inzwischen haben auch junge Menschen wieder eine Chance auf Ausbildung, die nicht in allen Fächer die Supernoten haben.

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