OGS-Betreuung

Offener Ganztag bleibt vorerst ein Hattinger Sorgenkind

Im Offenen Ganztag fehlen Plätze: Schon 2017 hatte die Grundschule Oberwinzerfeld Alarm geschlagen.

Im Offenen Ganztag fehlen Plätze: Schon 2017 hatte die Grundschule Oberwinzerfeld Alarm geschlagen.

Foto: Volker Speckenwirth / FUNKE Foto Services

Hattingen.  An einzelnen Standorten in Hattingen fehlen OGS-Plätze. Geplante Bauarbeiten werden vorbereitet. Die Verwaltung erstellt ein neues OGS-Konzept.

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Die Situation im Offenen Ganztag (OGS) bereitet Politik und Eltern Sorgen. Die Schulpflegschaft und der Elternrat der Grundschule Oberwinzerfeld haben ihre Befürchtungen in einem Offenen Brief formuliert. Auch Grüne und SPD thematisieren den Mangel im Ganztag.S

Im Oberwinzerfeld, Blankenstein und Holthausen soll gebaut werden

Im Oberwinzerfeld schlagen die Eltern Alarm. In ihrem Brief schreiben sie von 45 fehlenden OGS-Plätzen ab 2020. „Niemand sollte sich die Frage stellen müssen, seinen Beruf aufzugeben oder aus Mangel an Betreuung deutlich weniger zu arbeiten“, betonen die Eltern. Auch der Platzbedarf einer vierten Eingangsklasse macht ihnen Sorgen. Schon jetzt sei die Leseförderung „deutlich eingeschränkt“.

Ulrich Möller von der Gebäudewirtschaft erklärt, ein Teil der Aufträge für den Umbau im Oberwinzerfeld soll noch 2019 erteilt werden. Der Bau in Blankenstein soll „Ende 2020 hoffentlich fertig sein“. Die Ausschreibungen dafür gehen jetzt raus. Für die OGS in Holthausen ist der Bauantrag gestellt und Ausschreibungen vorbereitet.

Kriterien für die Vergabe von OGS-Plätzen

Im Offenen Ganztag gebe es eine „standortbezogene Problematik“, weiß Dezernent Matthias Tacke. Grundsätzlich gelten bei der OGS-Zusage folgende Kriterien: Entweder sind beide Elternteile oder Alleinerziehende berufstätig oder es gibt dringende pädagogische Gründe, die für eine Betreuung sprechen.

Die SPD fragt nach den Wartelisten und fordert für jedes Kind einen Betreuungsplatz. Das nehme den Rechtsanspruch vorweg und sei ohne Förderungen schwierig, sagt Tacke. Zu den Wartelisten erklärt er, im Oberwinzerfeld gibt es mit zwölf Fehlplätzen das größte Problem. Im Heggerfeld erhielten drei Kinder keinen Platz, in Blankenstein konnten zwei Kinder nur in die Vormittagsbetreuung statt den Ganztag.

Konzept und personelle Hilfe

Die Grünen blicken auf die Qualität. Sie fordern eine Erhöhung des Zeitkontingents der Fachkräfte aller Träger um 10 Prozent und die Schaffung einer Fachberater-Stelle. Letzterem schließt sich die CDU an und schlägt eine 25-Prozent-Stelle vor.

Auch der Dezernent begrüßt Investitionen in den Offenen Ganztag. Er verweist aber auf das OGS-Konzept, an dem gearbeitet wird und das als Grundlage dienen soll.

Kämmerer Frank Mielke berichtet von Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen. Wenn niemand als Fachberater gefunden wird, will er Mittel für externe Hilfe nutzbar machen.

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