Kirchen

Ökumene in Hattingen setzt starkes Zeichen im Luther-Jahr

Schulterschluss im Luther-Jahr: Ein ökumenisches Fest planen Gerhard Rohs (evangelischer Presbyter) Mirco Quint (katholischer Pfarrer), Peter Neysters (katholischer Moderator) und Ludwig Nelles (evangelischer Pfarrer).

Schulterschluss im Luther-Jahr: Ein ökumenisches Fest planen Gerhard Rohs (evangelischer Presbyter) Mirco Quint (katholischer Pfarrer), Peter Neysters (katholischer Moderator) und Ludwig Nelles (evangelischer Pfarrer).

Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.  Evangelische und die Katholische Gemeinde Niederwenigern planen Christus-Fest. Predigtreihe ergänzt Gemeindefest, Dorfgespräche und Open-Air-Film

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Ein Christus-Fest mit über das Jahr verteilten Predigten über Ökumene planen die evangelische und die katholische Gemeinde in Niederwenigern in diesem Jahr. „Wir feiern 500 Jahre Reformation. Dass wir im Lutherjahr ein Christusfest feiern und Christus in den Mittelpunkt stellen, wäre eher in Luthers Sinne. Denn er wollte sich nicht in den Mittelpunkt stellen“, sagt der evangelische Pfarrer Ludwig Nelles.

Am Samstag, 21. Januar, geht es los mit der Predigtreihe. Gemeinsam werden Ludwig Nelles und Mirco Quint, Pastor der katholischen Gemeinde, sprechen. Monatlich sollen weitere Predigten folgen – immer zu bestimmten Themen der Ökumene, immer am Samstagabend, meistens im Mauritius-Dom.

Auf das Verbindende setzen

„Das sind alles Menschen, die echte pastorale Handlungsvollmachten haben und sich um Ökumene kümmern. Bislang wurde immer viel auf das Trennende geschaut, wir möchten mit dieser Predigtreihe jetzt auf das Verbindende sehen“, erklärt Quint.

„Im März etwa wird Stadtdechant Dietmar Schmidt aus Wattenscheid zu Gast sein, außerdem wird Wilhelm Zimmermann kommen, der für die Ökumene zuständige Weihbischof“, sagt Quint. Predigen werden auch Michael Dörnemann, Leiter des Dezernats Pastoral im Bistum Essen, und der Ex-Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, Dirk Bobe. Im Juni spricht Pfarrer Udo Polenske. „Außerdem möchten wir unsere neue Superintendentin und die Superintendentin des Kirchenkreises Hagen für Predigten gewinnen“, erklärt Nelles.

Neugier über die Stadtgrenze hinaus

Auch ökumenische Schulgottesdienste werden angeboten. Außerdem sollen auch vermehrt ökumenische Trauungen möglich sein. „Wir hatten 2016 ein Open-Air-Kino am Dom. Die evangelische Gemeinde möchte einen Lutherfilm open-air zeigen, wir geben da unser Wissen weiter“, sagt der katholische Pastor. Das Gemeindefest wird wieder ökumenisch gefeiert. „Zudem haben wir bewusst eine ökumenische Woche geplant, wenn das durch die evangelischen Gemeinden wandernde Kreuz nach Niederwenigern kommt. Es wird Aktionen an, um und im Dom geben“, ergänzt Nelles. Beide Pfarrer freuen sich, dass die Grundschule nun den Namen Nikolaus-Groß-Schule trägt – das sei ebenfalls ein Erfolg der Ökumene.

Was in Niederwenigern an Ökumene gelebt wird, weckt inzwischen über Stadtgrenzen hinaus Neugier: „Wir sind öfter zu Vorträgen eingeladen“, sagt Nelles. Quint wurde vom Bistum Essen gebeten, anlässlich des Lutherjahres in Wittenberg eine Fest-Woche ab 4. Juli mitzugestalten. Gottesdienste und Gesprächsreihen gilt es da zu planen.

Auch die viel beachteten Ökumenischen Dorfgesprächen sollen ein Baustein des Christus-Festes sein.

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