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Null Anmeldungen für naturnahe Kita in Oberstüter

Foto: Fischer

Hattingen.  Dass es kein Interesse an dem waldnahen Projekt gibt, ist für die CDU im Jugendhilfeausschuss kein Grund, sich davon zu verabschieden.

Es gibt keine einzige Anmeldung von Eltern, die ihr Kind in eine Kita in der alten Berger Schule schicken würden. Was für die CDU im Jugendhilfeausschuss noch kein Grund war, sich von dem waldnahen Projekt zu verabschieden. Ihr Antrag, für 2018/19 ein Konzept erarbeiten zu lassen, wurde jedoch abgelehnt. Einstimmig angenommen wurde dagegen der Vorschlag, den Standort für Angebote im Rahmen von Projektunterricht für alle Interessierten im Auge zu behalten.

Beschlossen war, dort 25 Plätze einzurichten. Hatte es im Vorjahr noch drei Interessenten gegeben, konnte bei der jetzigen Abfrage und Suche der Verwaltung kein einziger Bürger gefunden werden, der sein Kind dorthin schicken wollte. Und das, obwohl in dem Bereich noch fünf Jungen und Mädchen unversorgt sind. „Ohne Pkw kommt man nicht nach Oberstüter“, sagte Vorsitzende Sabine Radtke bei der Diskussion im Fachausschuss, der auf der Suche nach Gründen für die Ablehnung des Standorts war.

Kosten von 20 000 auf jetzt 75 000 Euro gestiegen

Das Landesjugendamt hatte nur eine Übergangslösung gebilligt. Sollte es in zwei Jahren keine Genehmigung geben, müsste ein Rückbau erfolgen, argumentierte Thorsten Spittank (fraktionslos). Und führte Kosten ins Feld, die von 20 000 auf jetzt 75 000 Euro gestiegen seien. Der Betrag hätte laut Ausschussvorlage komplett aus städtischen Mitteln bezahlt werden müssen, eine Förderung komme nicht in Betracht.

Mit dem Verein IFAK für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe und Migrationsarbeit wäre ein Träger interessiert gewesen. Hätte sich keiner gefunden, hätte die Stadt für zwei Jahre eine Übergangs-Kita mit naturnahem Ansatz aus der alten Berger Schule gemacht, versicherte Beigeordnete Beate Schiffer im Rathaus.

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