Europawahl

Nicht-deutsche EU-Bürger dürfen erst nach Antrag zur Wahl

Wahlplakate zur Europawahl.

Wahlplakate zur Europawahl.

Foto: Heiko Kempken

Hattingen.   Etwa 1500 EU-Ausländer aus Hattingen sind am 26. Mai wahlberechtigt. Um bei der Europawahl abstimmen zu dürfen, müssen sie einen Antrag stellen.

Etwa 1700 nicht-deutsche Bürger der Europäischen Union (EU) leben in Hattingen. Zirka 1500 davon wären laut Aussage der Stadt zum Wahltag mindestens 18 Jahre alt und somit wahlberechtigt.

Um in Deutschland an der Europawahl teilnehmen zu können, müssen diese Bürger einmalig einen gesetzlich vorgeschriebenen Antrag stellen. „Von dieser Möglichkeit haben bei den vorherigen Europawahlen in Hattingen nur etwa 25 Personen Gebrauch gemacht, deshalb haben wir knapp 1500 Personen persönlich angeschrieben und auf die Möglichkeit der Wahlteilnahme in Deutschland per Antragstellung hingewiesen. Wer diesen Antrag einmal gestellt hat, wird bei künftigen Europawahlen automatisch in das Wählerverzeichnis der Gemeinde, in welcher er seinen gemeldeten Hauptwohnsitz hat, eingetragen“, erklärt Thomas Surmann, Fachbereich Ratsangelegenheiten, Wahlen und Logistik der Stadt.

Wahllokal von 8 bis 18 Uhr geöffnet

Vom 23. bis 26. Mai wählen die EU-Bürger zum neunten Mal das Europäische Parlament. Für Deutschland ist der 26. Mai der Wahltermin In Hattingen können Wahlberechtigte von 8 bis 18 Uhr ihre Stimme im Wahllokal abgeben – oder schon zuvor per Briefwahl.

Auch Unternehmen werben für die Wahl. So ruft die AVU die Bürger dazu auf. Angeregt zu der Aktion hatten die Arbeit­geberverbände in NRW. „Ist die Wahlbeteiligung niedrig, haben Populisten leichtes Spiel. Wir glauben nicht, dass dies unser aller Interesse widerspiegelt. Täglich arbeiten wir mit vielen Menschen im Kreis zusammen und erleben sie als weltoffen“, sagt AVU-Vorstand Uwe Träris. „Wir schätzen das Europa der offenen Grenzen für Menschen und Güter.“

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