Naturschutz

Naturschützer in Hattingen wollen mehr als ein Merkblatt

Enttäuscht: Isolde Füllbeck vom Nabu Hattingen.

Enttäuscht: Isolde Füllbeck vom Nabu Hattingen.

Foto: manfred sander / FUNKE Foto Services

Hattingen.   Die Antwort der Stadt auf eine Initiative gegen Schottergärten sei mutlos und sehr enttäuschend, sagt der Nabu. Er vermisst konkrete Schritte.

Enttäuscht zeigt sich die Ortsgruppe Hattingen im Naturschutzbund Deutschland über die Reaktion der Stadt auf ihren Bürgerantrag zur „Gestaltung urbaner Flächen“. Darin wollten die Naturschützer Rat und Verwaltung von der Schädlichkeit von Schottergärten überzeugen und dazu bringen, „gegen diese allgemein schädliche Handlungsweise vorzugehen“. Wie in anderen Städten sollten auch in Hattingen die Anlage von Schottergärten und andere Versiegelungen verboten werden.

Nabu hat Fragen zum Merkblatt

„Die Diskussion im Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss enttäuscht auf der ganzen Linie. Die Stellungnahme der Stadt ist mutlos, wenig ambitioniert und nimmt die Aussagen in ihrem eigenen Klimakonzept nicht ernst”, kommentiert Isolde Füllbeck vom Nabu. Die Verwaltung habe sich nur dazu durchringen können, ein Merkblatt zu erstellen. Was damit geschehen soll, gehe aus der Stellungnahme ebenso wenig hervor wie konkrete Schritte, die ausufernde Anlage von klimaschädlichen Vorgärten zu verhindern.

Stadt will Baupläne nicht „überfrachten“

In ihrer schriftlichen Stellungnahme verweist die Stadt zunächst auf ihr eigenes Konzept für die Pflege städtischer Grünflächen, das „in einzelnen Bereichen auf extensive Pflege umgestellt worden ist“. In Bebauungspläne für Private will die Kommune nicht zu stark eingreifen, damit sie nicht „überfrachtet“ würden. Zu den Themen „Versickerung“ und „Schottergärten“ soll in der Tat ein Merkblatt erarbeitet werden. Schon jetzt weise man in Mitteilungen und Veranstaltungen auf die negativen Folgen der Schottergärten hin.

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