Musikschule

Musikschule Hattingen ist erfolgreich wie nie zuvor

Frisch ausgezeichnet: Linnea Brockhaus (11) und Franka Wielath (11) haben mit ihrem Violinenspiel in diesem Jahr jeweils den dritten Platz beim NRW-Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ erreicht. Foto:Walter Fischer

Frisch ausgezeichnet: Linnea Brockhaus (11) und Franka Wielath (11) haben mit ihrem Violinenspiel in diesem Jahr jeweils den dritten Platz beim NRW-Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ erreicht. Foto:Walter Fischer

Hattingen.  Peter Brand von der Musikschule Hattingen blickt auf 2687 Belegungen in 2018 zurück. Das hat es in der 49-jährigen Geschichte noch nie gegeben.

Die Musikschule Hattingen hat sich breit aufgestellt: Kooperationen sind Leiter Peter Brand und seinen Mitstreitern wichtig, auch das Voranbringen von Bildungsmaßnahmen, weniger das Konzentrieren auf Einzelunterricht. 2687 Belegungen hat es im Jahr 2018 gegeben – so viele wie noch nie in der 49-jährigen Geschichte.

„Die Mischung macht’s“, sagt Peter Brand im WAZ-Gespräch. Er registriert steigende Schülerzahlen, neue Kooperationsmodelle, aber auch erfolgreiche öffentliche Veranstaltungen. Bei letzteren steht für ihn die Extraschicht auf dem Gelände des Industriemuseums an erster Stelle, dessen Programm über ein Jahr lang entwickelt wurde. „Das macht mich schon froh, dass wir inzwischen von Leuten wie Robert Laube angesprochen werden, ob wir so eine Veranstaltung nicht gestalten wollen.“ Dass die Musikschule während des Alstadtfestes die Krämersdorf-Bühne bespielt, ist bereits Tradition.

Projekt „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“

Für dieses Jahr kündigt er an, dass Kindergartenkinder hier einen Großteil am Nachmittag bespielen werden, unterstützt von der Lebenshilfe-Band. Dies ist ein Ergebnis des Projekts „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“, bei dem aktuell integrative Ar­beit in jeder Hinsicht geleistet. Es geht ums Mitsingen, Mitmachen.

„Zwei Fachdozenten der Musikschule arbeiten in zwei Kindertagesstätten und kümmern sich um die Integration der hinzugezogenen Familien, Flüchtlingskinder und Migranten. Es ergeben sich neue musikpädagogische Ansätze. Musik als Medium der nonverbalen Kommunikation wird hier von allen Beteiligten sehr wertgeschätzt“, so Brand. Durch das Bundesprogramm sind 15 Unterrichtsstunden für zwei Kolleginnen bis zum Jahr 2020 gesichert.

Mehr als 57 Prozent aller Schüler nehmen teil

In Projekten und Kooperationen nehmen mehr als 57 Prozent aller Schüler teil. Das zeige deutlich, dass die Musikschule Hattingen in der Stadt als Bildungspartner sehr gut angesehen und dementsprechend gut vernetzt ist, so Brand. Im „JeKits“-Programm waren im vergangenen Jahr 334 Schülerinnen und Schüler aus den 2. Klassen dabei, davon haben sich 35 zum Schwerpunkt Tanzen angemeldet. Zusätzlich werden 369 Kinder im ersten Schuljahr unterrichtet.

Das Angebot „Klasse!Musik für Kids“ – ein Angebot für diejenigen Kinder, die auch im 3. und 4. Schuljahr noch Instrumentalunterricht wünschen – integriert insgesamt 131 Kinder.

Einzelerfolge bei „Jugend musiziert“

Neben den breit aufgestellten Angeboten gibt es aber auch individuelle Erfolge: Denn im Jahr 2018 gab es so viele „Jugend musiziert“-Gewinner wie noch nie in Hattingen. Vor allem jüngere Musikschüler haben an diesem Wettbewerb teilgenommen.

>>> Feste und freie Kräfte bei der Musikschule

Rund 20 festangestellte Kräfte arbeiten aktuell für die Musikschule ­Hattingen, viele davon allerdings nur in Teilzeit. Ebenso viele Personen kommen noch einmal als Honorarkräfte hinzu, erklärt Leiter Peter Brand.

Die letzte Festanstellung habe Natica Gulich bekommen, die als Tanzpädagogin unter anderem für die erfolgreiche Ballettklasse verantwortlich ist. Sie finanziere sich mit ihrer Arbeit quasi selbst, so Brand.

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