Konzert

Musikalischer Wetterbericht der Jungen Hattinger Sinfoniker

Konzert der Jungen Hattinger Sinfoniker, Kreissinfonieorchester EN, am Freitag, dem 09.03.2018 in der Aula der Gesamtschule Hattingen Welper . Hier Dirigent Klaus-Dieter Schäfer. Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Konzert der Jungen Hattinger Sinfoniker, Kreissinfonieorchester EN, am Freitag, dem 09.03.2018 in der Aula der Gesamtschule Hattingen Welper . Hier Dirigent Klaus-Dieter Schäfer. Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Foto: Fischer

Hattingen.   Das Konzert mit drei Dirigenten in der Aula der Gesamtschule Welper begeistert das Publikum. Zu Gehör kamen Kompositionen aus vier Jahrhunderten.

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„Alle reden vom Wetter … Wir auch“, meinten die Jungen Hattinger Sinfoniker und ihre Dirigenten Wolf Dieter Schäfer, Bernd Wolf und Gunnar Wirth am Freitagabend bei ihrem Konzert in der Aula der Gesamtschule Welper. Für ihren musikalischen Wetterbericht konsultierten sie Komponisten aus vier Jahrhunderten.

Dieser Wetterbericht hat es in sich: Karawanenreisen, Schlittenfahrten, Winterstürme und Wolkenbrüche toben sich musikalisch aus, ein Frühlingsregen oder magische Winde muten harmlos an.

Lautmalerisch ausgestaltete Schlittenfahrt

Die angenehmen Seiten des Winters schildert Frederick Delius mit einer Schlittenfahrt in seiner Komposition „Winter Night“. Unter Leitung von Bernd Wolf kommen die erwartungsvolle Spannung und Vorfreude des Anfangs ebenso zur Geltung wie die sehr lautmalerisch ausgestaltete Schlittenfahrt, deren Unbeschwertheit durch helle Flötenweisen und Pizzicato-Akzente der Streicher lebendig wird.

Die Konzert-Ouvertüre „Into the Storm“ von Robert W. Smith thematisiert einen US-amerikanischen Zyklon, der vom Golf von Mexiko aus die Ostküste entlang tobte. Die Dramatik des Ereignisses fangen die Jungen Hattinger Sinfoniker hervorragend ein. Den Winter in seiner extremsten Form gestalten die Musiker unter Leitung von Gunnar Wirt im ersten Satz der Sinfonia Antartica von Ralph Vaughn Williams, einer Filmmusik, die die Antarktisexpedition von Robert Falcon Scott aufgreift. Dräuende Dissonanzen und plastisch umrissene Konturen prägen diesen Bilderbogen.

Donnergrollen wird hörbar

Sehr filmisch wirken die weichen Klangbögen von „Cloudburst“ aus Ferde Grofés „Grand Canyon Suite“, bevor Donnergrollen hörbar wird und ein Sturm sich in einem Wolkenbruch entlädt. Auch die Gluthitze der Wüste ist vertreten mit Alexander Borodins „Steppenskizze aus Mittelasien“, in der Wolf Dieter Schäfer und die Jungen Hattinger Sinfoniker im ausdrucksvollen Spiel der Streicher den Weg einer Karawane nachzeichnen.

Dieser Wetterbericht macht Lust auf mehr.

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