Weltladen

Musik und Geschichten um den Wein

Den musikalisch-literarischen Abend mit Weinprobe genossen mit dem Autor Hellmut Lemmer (r.) Klaudia Czwodzinski, Bernd Lensing und Petra Rösler (v.l.) Foto:VS

Den musikalisch-literarischen Abend mit Weinprobe genossen mit dem Autor Hellmut Lemmer (r.) Klaudia Czwodzinski, Bernd Lensing und Petra Rösler (v.l.) Foto:VS

Hattingen.   Humor, Spannung und Gesang gab es im Hattinger Weltladen El Camino beim musikalisch-literarischen Abend rund um das Thema Wein.

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Rund um das Thema Wein rankten sich am Dienstagabend Musik und Geschichten: Unter dem Motto „Entdecken – verkosten – genießen“ begleiteten Julia Holtz, Almuth Keller und Hellmut Lemmer zusammen mit dem Gitarristen Volker Westerheide die Gäste des Weltladens El Camino durch einen stimmungsvollen Abend in familiärer Atmosphäre. Veranstalter waren Ute Heinrichs vom Weltladen El Camino, die Volkshochschule Hattingen und die Evangelische Erwachsenenbildung.

Was einen Messwein zum Messwein macht, erläuterte Superintendentin Julia Holtz in einer humorvollen Geschichte über den temperamentvollen, leider aber auch sehr schusseligen Priester Gino Dante aus dem Piemonter Städtchen Saluzzo. Durch sein Herumfuchteln bei der Predigt besprenkelte er sowohl das Altartuch als auch seine bestickten Messgewänder mit Rotwein. Die Reinigungskosten nervten die Bürger so, dass sie baten, weißen Messwein verwenden zu dürfen.

Nachdem der Bischof dies mit dem Hinweis auf das Blut Christi – und nicht etwa den Schweiß Christi – abgelehnt hatte, kam ein Weinbauer auf die Idee, die roten Weintrauben anders zu keltern – er trennte bereits in der Maische die Schale vom Traubensaft und verhinderte dadurch, dass der Rotwein rot wurde. Der neue weiße rote Blaue Spätburgunder durfte mit päpstlicher Erlaubnis ab Herbst 1478 als Messwein verwendet werden. Und wie so ein Blanc de Noir mundet, können Literatur- und Weinfreunde zu Volker Westerheides Lied „Was sollen wir trinken, sieben Tage lang“ erkunden.

Auch ein Mitternachtskrimi um das Thema Wein steht auf dem Programm: In „Die Spezialität des Hauses“ von Roald Dahl wettet Gastgeber Mike Schofield gegen den Gourmet Richard Pratt, ob er die genaue Herkunft eines Weines erraten kann. Der Wetteinsatz: Eine Hochzeit mit Schofields Tochter und der Verlust zweier Häuser. Pratt scheitert in der Endrunde. Nach der von Hellmut Lemmer spannend vorgetragenen Story singt Almuth Keller „Wein, Wein, Wein …“, einen charmanten Chanson. Nachdem mit Barbara Reizhagen auch die Gewinnerin des Wein-Quiz feststand, entließ Almuth Keller die locker plaudernden Gäste mit dem Chanson „Sag zum Abschied leise Servus“.

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