Heimatverein

Museum im Bügeleisenhaus zeigt sechs Ausstellungen

Laden ein für Samstag ab 15 Uhr: Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins (links) und Künstler Thomas Schulte, der dieses Bild für den Button kreiert hat. Foto:Volker Speckenwirth

Laden ein für Samstag ab 15 Uhr: Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins (links) und Künstler Thomas Schulte, der dieses Bild für den Button kreiert hat. Foto:Volker Speckenwirth

hattingen.   Geöffnet ist ab Samstag. Sammler präsentieren ihre Schätze. Gezeigt werden Grabungsfunde von Burg Isenberg. Künstler liefert Motiv für Button.

Sechs Ausstellungsbereiche präsentiert das Museum im Bügeleisenhaus 2017. Der Heimatverein mit Vorsitzendem Lars Friedrich öffnet es kommenden Samstag und zeigt, was Sammlern aus dem EN-Kreis am Herzen liegt und was auf der Isenburg ausgegraben wurde. Maler und Aktionskünstler Thomas Schulte hat einen Button gestaltet, dessen Verkaufserlös in die Sanierung der Halle fließen wird.

Dafür hat er ein Bild gemalt, in dem er die älteste Darstellung der Hattinger Altstadt von 1659 mit dem Stadttor des Künstlers Voré zusammenbringt. Das Bild schenkt er dem Museum, das es möglicherweise versteigert, um mehr Geld für die Sanierung zusammenzubekommen. Was die kosten wird, weiß Lars Friedrich noch nicht. Die Schäden sind direkt neben der Eingangstür sichtbar – an der nassen und maroden Mauer, die renoviert werden muss.

Handspielpuppen und Eierbecher

Oben drüber hängt das verkleinerte Monumentalgemälde von Michael Görler mit der Malereiklasse der Volkshochschule, das sich um „Graf Friedrich von Isenberg – Chronik eines tödlichen Konflikts“ dreht. „Das sind meine Eltern“, zeigt Thomas Schulte auf ein Paar im Abschnitt Familienfest. Das Original, so Friedrich, „passt leider nicht hier herein“.

Was passt, sind vier Ausstellungen, die nicht nacheinander laufen, sondern gleichzeitig durch bis zur Schließung am 10. Dezember, und zwei temporäre am Jahresende. Eine Präsentation zeigt Grabungsfunde der Hattinger Burg Isenberg unter dem Motto „Zerbrochen ist sein Wappenschild, mit Trümmern seine Burg gefüllt“.

Hervorgeholt werden auch Grabungsfunde aus der Burg Altendorf, darunter Tierknochen, Keramiken und Fliesen. Außerdem geht es um „Kaufmann, Weber, Metzger, Künstler – Geschichte(n) vom Haldenplatz Nr. 1“.

Rechenmaschinen und Kameras

Unter dem Motto „Neue alte Herzensdinge“ werden Sammler aus dem EN-Kreis ihre schönsten Schätze zeigen. Eigentlich wollte der Verein alle Städte vertreten haben. Bisher ist es nicht gelungen. Stark vertreten ist Hattingen mit Handspielpuppen, Postsparkassen-Spardosen, Telefonwertkarten, Kaffeekannen und Fingerhüten, Rechenmaschinen und manuellen Amateurkameras aus den Jahren 1920 bis 1980. Die Nachbarstadt Sprockhövel steuert Memoryspiele, Modelle des VW-Golf 1 und Pixibücher ab dem ersten Band bei. Außerdem Eierbecher aus verschiedenen Materialien, die auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar sind, weil das Ei nicht steht, sondern quer liegt. Ein Wet-teraner hat Anstecknadeln vom 1. Mai von 1933 bis heute zusammengetragen, ein Wittener Bibeln.

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