Katzenstein

Mord-Ermittlungen nach Leichenfund vorläufig eingestellt

„Aktenzeichen XY ungelöst“ Moderator Rudi Cerne (rechts) und der Leiter der Hagener Mordkommission „Blankenstein“, Tobias Puspas, im TV-Studio.

Foto: Alexandra Roth

„Aktenzeichen XY ungelöst“ Moderator Rudi Cerne (rechts) und der Leiter der Hagener Mordkommission „Blankenstein“, Tobias Puspas, im TV-Studio. Foto: Alexandra Roth

Hattingen.   Im Fall von Resat Özdemir, dessen Leiche am Katzenstein gefunden wurde, gibt es auch nach dem Auftritt bei „Aktenzeichen XY“ keine neuen Spuren.

Vor einem Jahr wurde am Katzenstein die Leiche des Velberters Resat Özdemir gefunden. Jetzt wurden die Ermittlungen in dem Mordfall vorläufig eingestellt. Auch der Aufruf in der Fernseh-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ führte nicht zum erhofften Ergebnis.

Die Mordkommission „Blankenstein“ der Kriminalpolizei in Hagen hat derzeit keinen Ermittlungsansatz mehr. „Es gibt keine neuen Spuren“, erklärt Polizeisprecher Ulrich Hanki. Im August war der Fall bei „Aktenzeichen XY“ vorgestellt worden. Die Hinweise aus der Bevölkerung hielten sich aber in Grenzen, brachten die Ermittler keine entscheidenden Schritte weiter.

Fall verjährt nicht

Nun muss „Kommissar Zufall“ helfen. Bis es neue Ermittlungsansätze gibt, ruht der Fall. „Aber Mord verjährt nicht“, erinnert Hanki. Entsprechend könnte die Polizei auch nach Jahren eventuellen neuen Hinweisen nachgehen und die Akte zu dem Fall wieder öffnen.

Auch die von der Staatsanwaltschaft ausgelobte Belohnung von 5000 Euro für Hinweise, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, brachte bisher keinen Erfolg. Belohnungen würden häufig dann funktionieren, wenn „böse Leute andere verpfeifen können“, sagt Hanki.

Im Fall von Resat Özdemir hatten die Ermittler darauf gehofft. Denn es ging um große Geldsummen, mit denen das Opfer Geschäfte machte. Der damals 28-jährige kurdische Mann, der in einer Schleiferei arbeitete, hatte Kredite aufgenommen und vor allem an seine Landsleute das Geld mit hohen Zinsen zwischen zehn und 20 Prozent verliehen. Vor seinem Verschwinden im Jahr 2012 fühlte er sich verfolgt. Er berichtete seiner Frau außerdem davon, dass er 120.000 Euro verliehen habe und es Schwierigkeiten bei der Rückzahlung gebe. Özdemir erzählte zudem von einem Mann, den er „Josef“ nannte. Den wollte er treffen, als er zum letzten Mal lebend gesehen wurde. Das war bereits am Gründonnerstag, 4. April 2012.

Hinweise an die Polizei

Die Kriminalpolizei versuchte bisher vergeblich herauszufinden, wer sich hinter dem Namen „Josef“ verbirgt. Özdemir habe sich extra für die Telefonate mit diesem Mann ein neues Handy angeschafft, das auf einen falschen Namen lief. Die Ermittler hofften auf Tipps von Mitwissern, zumal der Personenkreis, der von den Verleihgeschäften des Velberter Familienvaters wusste, nach Aussagen der Polizeibeamten sehr groß war.

Hinweise nimmt die Polizei Hagen weiterhin entgegen unter 02331/ 986 20 66.

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