Am Ende der Woche

Mit Herz und Verstand für die Bürger in Hattingen abwägen

Ulrich Laibacher, Redaktionsleiter der WAZ Hattingen

Ulrich Laibacher, Redaktionsleiter der WAZ Hattingen

Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.  Die Stadt Hattingen greift durch. Bei Osterfeuern und Straßenmusik wollen Rat und Verwaltung strengere Regeln aufstellen. Es geht ums Abwägen.

Die Stadt greift durch. Die Aussage ist gedeckt durch die Trilogie der Maßnahmen, die bereits zum neuen Jahr greifen sollen. Bei Osterfeuern und Straßenmusik wollen Rat und Verwaltung strengere Regeln aufstellen. Und das Personal zum Kontrollieren gibt’s im Stellenplan gleich dazu.

Das Durchsetzen von Recht und Ordnung ist ein gesellschaftspolitischer Dauerbrenner. Wer Stammtischparolen vermeiden will, sollte sich auf die Fakten konzentrieren. Das gilt für die nachbarschaftliche Geselligkeit am knisternden Osterfeuer ebenso wie für die musikalische Kurzweil beim Altstadtbummel durch Straßenmusiker.

In Witten haben in diesem Jahr 13 Osterfeuer gebrannt

In beiden Fällen stößt die Freiheit einzelner an Grenzen, wenn andere darunter leiden. Wenn die Rauchschwaden Hunderter von Osterfeuern vielen Bürgern schlicht den Atem rauben, wenn Straßenmusik als Endlosschleife in der Einkaufsmeile von Anwohnern und Händlern als Lärmbelästigung empfunden wird, dann ist Abwägen der richtige Weg.

Das passiert übrigens in jeder Stadt anders. Witten etwa hat die Straßenmusik vier Jahre komplett verboten und lockert dies nun auf. Auch bei den Osterfeuern steht die Nachbarstadt auf dem Bremspedal: Gesamtzahl in diesem Jahr: 13.

Die nächste Bewährungsprobe naht schon

Man wünscht Rat und Verwaltung Herz und Verstand, wenn’s ans Abwägen und Durchgreifen geht. Die nächste Bewährungsprobe naht schon: An der Bergstraße wehren sich Anwohner gegen die neue Feuerwache. Irgendwo wird sie gebaut werden müssen. Denn gerettet werden wollen wir doch alle, oder?

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