Kirche

Martin Schulz und Wilhelm Beermann kommen zu Dorfgesprächen

Martin Schulz (SPD) wird bei den ökumenischen Dorfgesprächen in Hattingen-Niederwenigern als Gast referieren und Fragen beantworten.

Martin Schulz (SPD) wird bei den ökumenischen Dorfgesprächen in Hattingen-Niederwenigern als Gast referieren und Fragen beantworten.

Foto: Ralf Rottmann

Hattingen.   Rosige Zukunftsaussichten für die ökumenische Veranstaltungsreihe in Niederwenigern. Das Planungsteam ist größer geworden, will noch mehr bieten.

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Die ökumenischen Dorfgespräche gehen weiter – und sollen nun auch mehr Beachtung in ganz Hattingen finden. „Der neue Pastor Andreas Lamm ist jetzt mit im Planungsteam, steht hinter der Ökumene und den Gesprächen, die er auf die Stadtpfarrei erweitern möchte“, sagt Niederwenigerns evangelischer Pastor Ludwig Nelles, Mitglied im Planungsteam dieser erfolgreichen Veranstaltungsreihe.

Die gibt es jetzt seit bereits fünf Jahren. Und die Zukunftsaussichten sind rosig: „Wir wollen das Format sogar ausbauen“, sagt Peter Neysters aus dem Planungsteam. Erste Zeichen dafür: Das Team hat sich vergrößert – und hofft, damit künftig auch mehr Termine planen zu können. Bis Ende des Jahres gibt es gleich noch drei ökumenische Dorfgespräche.

Wilhelm Beermann ist ein kirchlich engagierter Redner

„Das Ruhrgebiet im Wandel – Wie geht es weiter nach der letzten Zechenschließung? Und was bleibt?“ ist das Thema, über das Wilhelm Beermann, ehemaliger stellvertretender Vorstand der Ruhrkohle AG und ehemaliger Vorstand der Deutschen Steinkohle AG, sprechen wird – am Donnerstag, 11. Oktober, 20 Uhr, in der Evangelischen Kirche am Justinenweg. Fragen sind danach wie immer erlaubt.

„Beermann ist kirchlich sehr engagiert“, sagt Reinhold Schulte-Eickholt, der zum Orga-Team gehört. Erst in diesem Jahr würdigte das Bistum Essen Beermann mit dem Heinrich-Brauns-Preis für sein sozialpolitisches und christliches Zeugnis in Beruf und Ehrenamt. „Gerade vor dem Hintergrund um die aktuelle Braunkohle-Diskussion ist bestimmt spannend, was er sagt“, blickt Nelles auf das Gespräch.

Martin Schulz spricht über Verteidigung der Demokratie

Der ehemalige SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz kommt am Mittwoch, 14. November, um 19.30 Uhr in den Mauritiusdom an der Essener Straße. „Haltung zeigen – Demokratie verteidigen“ soll dann beleuchtet werden. „Der Abend ist ein Beitrag zur Gedenk- und Aktionswoche für Toleranz und Demokratie – gegen das Vergessen ,Hattingen hat Haltung’“, erklärt Nelles. Schulz habe schnell zugesagt, freut sich Neysters. Wie er zur Kirche steht, wird eine Frage an den Sozialdemokraten sein.

Im Dezember setzt das Team dann mit „Wohin ist Gott? Wohin mit Gott? – Bedrängende Fragen in säkularen Zeiten“ bewusst einen inhaltlichen Schwerpunkt. „Es wird viel über die Strukturveränderung in der Kirche diskutiert. Wir wollten bewusst etwas dagegen setzen“, sagt Schulte-Eickholt.

Planungen für 2019 laufen bereits

Für das Thema gewinnen konnte das Team Prof. Matthias Sellmann von der katholisch-theologischen Fakultät an der Ruhr-Uni Bochum. Sprechen wird er in der evangelischen Kirche am Justinenweg am Montag, 10. Dezember, 19.30 Uhr „Er ist kein Priester, sondern Laie, außerdem noch Soziologe. Das wird spannend“, verspricht Neysters.

Mit Veranstaltungen wie den Dorfgesprächen wollen beide Gemeinden den Menschen Angebote machen. „Wir müssen von dem Gedanken wegkommen, an dem Besuch des Sonntagsgottesdienstes die Religiosität von Menschen festzumachen. Wir müssen sie anders ansprechen“, sagt Nelles. Und zusammen mit Lamm sieht er das als ökumenische Aufgabe. Nelles freut sich, dass Lamm die erfolgreiche Ökumene im Ort unterstützt, dass weiterhin ökumenische Schulgottesdienste laufen. „In wie weit wir das noch erweitern können, werden wir in der nächsten Zeit sehen.“ Indes laufen die Planungen für die ökumenischen Dorfgespräche 2019.

Im März 2013 starteten die ökumenischen Gespräche

Start der ökumenischen Dorfgespräche war im März 2013. Da stellten die Engagierten an den Humangenetiker Prof. Eberhard Passarge die Frage: „Darf der Mensch alles, was er kann?“ Drei bis fünf Gespräche gab es danach jährlich. Zu Gast waren u.a. Minister a.D. Klaus Töpfer, Gregor Gysi, die deutsche Vatikanbotschafterin Annette Schavan, der damalige Bundestagspräsident Norbert Lammert, Dramaturgen, Professoren, Journalisten, hohe Mitglieder beider Kirchen.

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