Tierschutz

Marienkäfer suchen in Sprockhövel ihr Winterquartier

Marienkäfer sind zurzeit in größeren Gruppen unterwegs, um sich Plätze für die Überwinterung zu suchen.

Marienkäfer sind zurzeit in größeren Gruppen unterwegs, um sich Plätze für die Überwinterung zu suchen.

Foto: Stefan Sauer / dpa

Sprockhövel.  Der NABU Sprockhövel informiert über Marienkäfer. Die suchen sich zurzeit Quartiere für die Überwinterung.

Viele Marienkäfer sind jetzt auf Winterquartiersuche Marienkäfer wohin man schaut. Große Scharen der Krabbeltiere sorgen für Anrufe beim NABU : „Was wollen die Marienkäfer an unserer Haustür?“ „Auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren sitzen die kleinen Käfer im Herbst in teils großen Schwärmen auf Balkongeländern, Hauswänden und Pflanzen. Den Winter über machen sie es sich am liebsten in Mauerritzen oder Dachsparren gemütlich“, informiert Thomas Griesohn-Pflieger von der NABU-Ortsgruppe Sprockhövel im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Suche nach Winterquartieren

Den Marienkäfer gebe es übrigens nicht: Coccinella septempunctata – so lautet der wissenschaftliche Name des heimischen Siebenpunkt-Marienkäfer – und seine Verwandtschaft bringen es allein in Mitteleuropa auf 70 verschiedene Arten. Jetzt im Herbst können die kleinen Käfer besonders auffallen. Die Marienkäfer sind auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren und gruppenweise und teils sogar in großen Schwärmen besetzen sie Balkongeländer, Hauswände und Pflanzen. Meist sind es Siebenpunkte oder Asiatische Marienkäfer.

Naturnahe Gärten sind hilfreich für Käfer

Alle Marienkäfer nutzen die letzten Sonnentage, um sich auf ihre Wanderungen in wärmere Regionen Europas zu begeben oder sich hier Überwinterungsplätze zu suchen. Wer jetzt zahlreiche Marienkäfer an einer Hauswand beobachtet und am nächsten Tag vergebens danach sucht, der hat sehr wahrscheinlich einen Marienkäfertrupp auf Wanderpause gesehen. Krabbeln sie dabei durch offene Fenster in unsere Wohnungen, so geschieht dies eher zufällig. Marienkäfer machen es sich am liebsten in Hohlräumen gemütlich, etwa in Mauerritzen oder Dachsparren. Auch Laubhaufen in Gärten sind beliebt zum Überdauern der unfreundlichen Jahreszeit – oft finden sich hier größere Ansammlungen. Ein Grund mehr, sich für naturnahe und nicht perfekt aufgeräumte Gärten stark zu machen.

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