Evangelisches Krankenhaus

Lotsen haben Spaß an der Arbeit mit Menschen

Warten am Eingang, um durch die Gänge des Evangelischen Krankenhauses zu lotsen: Horst Borbe, Dagmar Steinbach, Helmut Strümpler und Ursel Bekes.Foto:Fischer

Warten am Eingang, um durch die Gänge des Evangelischen Krankenhauses zu lotsen: Horst Borbe, Dagmar Steinbach, Helmut Strümpler und Ursel Bekes.Foto:Fischer

hattingen.   Die bereits aktiven Ehrenamtlichen freuen sich auf Verstärkung. Einsatz dauert drei Stundenvon 9 bis 12 oder 12 bis 15 Uhr.

Für Helmut Strümpler war es keine Frage, sich als Lotse zu engagieren. „Man wird unzufrieden“, sagt der 59-Jährige, „wenn man nur blöd vor dem Fernseher rumhängt“. Statt sich um die Wuppertaler Schwebebahn zu kümmern, lotst der Hattinger Patienten und Besucher durchs Evangelische Krankenhaus.

„Es macht einfach Spaß, etwas mit und für Menschen zu tun“, ist nicht nur der Altersteilzeitler überzeugt, der „viel Freizeit“ hat, seit er nicht mehr arbeitet. Im Lotsendienst in der Eingangshalle der ­Klinik treffen Patienten auf Männer und Frauen, die sie, falls nötig, auch auf die Station begleiten.

Sechs Kräfte stehen zur Verfügung, die abwechselnd und meist einmal die Woche in der Zeit von 9 bis 12 oder 12 bis 15 Uhr aktiv sind. Zum Stab der Freiwilligen ­gehört auch Dagmar Steinbach.

„Es ist einfach schön und macht Spaß“, fasst Helmut Strümpler zusammen, der auch viel zurückbekommt, etwa wenn sich ein Patient freut, wenn er ihn im Rollstuhl dorthin schiebt, wo er gerade hinmuss.

Der Qualifikationskursus bereitet sowohl auf Besuchs- als auch auf Lotsendienst vor. Die vier verpflichtenden Module finden an vier Montagen am 11., 18. und 25. März statt sowie am 1. April. Der Abschlusstag von 10 bis 17 Uhr ist eine Stunde länger als die vorangehenden Montage, weil dann auch die Zertifikate überreicht und die neuen Ehrenamtlichen in ihren Dienst eingeführt werden. Geboten werden Rückhalt und Geselligkeit in der Gruppe, kostenloses Mittagessen am Einsatztag, Begleitung durch Leitungsteam und Seelsorge und, so verspricht es ein Flyer, ein persönlicher Gewinn für das eigene Leben. Ehrenamtliche sollten weltoffen, einfühlsam und seelisch belastbar sein, zuverlässig, verschwiegen und teamfähig und an Fortbildungen teilnehmen und monatlichen Gruppentreffen. Bei dem jüngsten ging es gerade um Ayurveda.

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