Caritas

Leitungswechsel im Hattinger Suchthilfezentrum

Sprechen Sie lieber mit ihrem Kind: Suchtprävention zum Thema Gaming war im Oktober 2017 Thema für Branko Wositsch. Foto:Fischer

Sprechen Sie lieber mit ihrem Kind: Suchtprävention zum Thema Gaming war im Oktober 2017 Thema für Branko Wositsch. Foto:Fischer

hattingen.   Tanja Große Munkenbeck ist die neue Chefin des Suchthilfezentrums. Branko Wositsch kümmert sich um Ehrenamtliche und diakonische Aufgaben.

Das Suchthilfezentrum hat eine neue Chefin: Tanja Große Munkenbeck. In der Einrichtung Hegger-straße 11 ist die Sozialarbeiterin und Suchttherapeutin kein neues Gesicht. Sie arbeitet dort seit 20 Jahren. Der bisherige Leiter Branko Wositsch verstärkt die Gemeindecaritas, „um Bewährtes zu unterstützen und Neues zu bereiten“. Der 53-Jährige will „die Brücke zwischen Pfarrei und Caritasverband bilden“.

Er freut sich, nach 25 Jahren als Leiter des Suchthilfezentrums „etwas anderes machen zu können, an dem mein Herz ganz und gar hängt“. 2013 war er zum Diakon geweiht worden, konnte „das Diakonische aber nicht so ausleben, wie ich es gewollt hätte“. Um so erfreuter ist er über die neuen Möglichkeiten auf vielen Tätigkeitsfeldern, die noch genau abgesteckt werden müssen. So wird er Gemeinde- und Quartiersarbeit machen, die Brücke zwischen Pfarrei und Caritasverband schlagen, sich um das Thema Missbrauch in der Kirche kümmern, herausfinden, welche Projekte Ehrenamtliche gern umsetzen würden, und sie unterstützen. Aus der Suchthilfe ist der Vater zweier Töchter Ende 2018 ausgestiegen. Vorher hat er noch ein ambulantes Suchthilfezentrum aufgebaut.

Tag der offenen Tür geplant

Caritas-Direktor Dominik Spanke dankte ihm dafür, neben der Beratung viele Angebote wie ambulant betreutes Wohnen, Präventionsarbeit und Jugendhilfe aufgebaut zu haben. „Branko Wositsch hat wesentlich am Aufbau des Netzwerks der Suchthilfe in Hattingen und Sprockhövel gearbeitet und das Suchthilfezentrum zu einer kompetenten Anlaufstelle rund um das Thema Sucht etabliert“, sagt Spanke.

Als vielfältig aufgestellt bezeichnet die neue Leiterin im Suchthilfezentrum die Einrichtung. Sie biete maßgeschneiderte Angebote für alle Klienten. Kollegen könnten sich entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten weiterbilden, so dass Essgestörte, junge Gamer, Cannabiskonsumenten, Senioren und Frauen mit Suchtproblemen und Drogenabhängige gut beraten und unterstützt werden könnten. Tanja Große Munkenbeck arbeitete in der Drogenberatung und der Prävention, etablierte ein niederschwelliges offenes Frühstück für Drogenabhängige, das auch weiter geplant ist. Sie kümmerte sich um Betreutes Wohnen und ambulante Nachsorge. Im nächsten Jahr hofft sie über neue Projekte wie einen Tag der offenen Tür für Besucher und Netzwerkpartner nachdenken zu können.

Auf das in langen Jahren aufgebaute Netzwerk setzt auch Branko Wositsch in der Zusammenarbeit. „Sagt mir, was ihr braucht“ ist sein Ansatz im gemeinsamen Tun mit Ehrenamtlichen. Er will helfen, gewünschte Projekte umzusetzen. Ein großes Anliegen ist ihm in diesem Zusammenhang auch die Digitalisierung.

Erreichbarkeit bei der Caritas

Branko Wositsch ist telefonisch unter 02324/774 74 zu erreichen oder per Mail an branko.wositsch@caritas-en.de.

Das Suchthilfezentrum an der Heggerstraße 11, das jetzt Tanja Große Munkenbeck leitet, ist telefonisch erreichbar unter 02324/56 990 40, oder per Mail an shz@caritas-hattingen.de. Die Leiterin ist zuständig für die Einstellung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Sie hofft auf weitere Bewerbungen, je eine Stelle in Suchtberatung und ambulant betreutem Wohnen sind neu zu besetzen. Sie freut sich, dass das Team personelle Engpässe gemeistert habe.

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