Verbrauchermesse

Leistungsschau  des  Gemeinnutzes bei Hattinger Messe

Füreinander - Miteinander: Andreas Hagen prüft den Blutdruck von Inge Heilsmann, nur eine von vielen Mitmachaktionen bei der Messe.

Foto: Volker Speckenwirth

Füreinander - Miteinander: Andreas Hagen prüft den Blutdruck von Inge Heilsmann, nur eine von vielen Mitmachaktionen bei der Messe. Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.  70 soziale Organisationen haben sich in der Henrichshütte präsentiert. Experten geben Tipps von der Bestattungsvorsorge bis zum Tierschutz.

Naturschutzbund, Caritas, Flüchtlingshilfe – an diesem Sonntag haben sich die gemeinnützigen Organisationen Hattingens in der Henrichshütte vorgestellt. Die Messe fand unter dem Motto „Füreinander – Miteinander“ schon zum dritten Mal statt. Neben den Ausstellern bot sich den Besuchern ein vielfältiges Bühnenprogramm. Experten hielten Vorträge zu verschiedenen Themen, von der Bestattungsvorsorge bis zum Tierschutz war alles vertreten.

Suchtberatung ein zentrales Thema

Vor zwei Jahren hatte die Messe ihr Debüt. Seitdem wächst sie von Mal zu Mal. „In diesem Jahr sind auch einige neue Aussteller dabei“, weiß Tanja Meis vom Seniorenbüro der Stadt. „Erstmals dabei sind zum Beispiel die Verbraucherzentrale und die Selbsthilfegruppe Doppeldiagnose für Süchtige und psychisch Erkrankte.“

Mehr als 70 soziale Organisationen haben ihre Stände in der Gebläsehalle aufgestellt. Davor stehen die Besucher Schlange. Während der Chor Gospel Unlimited auf der großen Bühne singt, läuft der Vortrag „Fit und gesund im Alter – Neue außergewöhnliche Präventionsmaßnahmen für Körper und Geist“. Hier gibt der Experte Hartmut Höltgen-Calvero Tipps, wie man Krankheiten im Alter vorbeugen kann. „Besonders Feinmotorik und Gedächtnisleistung lassen im Laufe des Lebens nach“, erklärt er. Der Teil unseres Gehirns, der am wenigsten beansprucht wird, lässt dann als erstes nach.“ Altersdemenz sei häufig die Folge. Höltgen-Calvero rät deshalb: „Fordern sie sich durch kleine Aufgaben heraus.“ Auch Sprachen und Musikinstrumente lernen sei sehr wirkungsvoll. „Seien sie neugierig, kreativ und offen“, fordert der Experte seine Zuhörer auf.

Gemeinnützige Arbeit kennt keine Grenzen

Neben Seniorenhilfe ist auch Suchtberatung ein zentrales Thema der Messe. Das Café Sprungbrett bietet ein Treffpunkt für Menschen mit Alkoholproblem, doch auch für deren Angehörige. „Unser Café ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Jeder kann dort einen Kaffee trinken. Die Betroffenen müssen sich nicht direkt outen, sondern können einfach die Gemeinschaft genießen“, berichtet Vorstandsmitglied Magdalene Georg. Anonyme Beratung und Selbsthilfegruppen gehören ebenfalls zum Angebot.

Gemeinnützige Arbeit kennt keine Grenzen. Das weiß auch Karin Bürger, zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins „Notfelle im Revier“, „denn nicht nur Menschen sind auf soziale Einrichtungen angewiesen.“

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