Weihnachtsmarkt

Lebensbaumscheiben für besondere Anlässe

Neu auf dem Weihnachtsmarkt im Steinhagen ist Jungunternehmer Sascha Kampschulte. Der 25-Jährige bietet dort Lebensbaumscheiben an. Foto:Volker Speckenwirth

Neu auf dem Weihnachtsmarkt im Steinhagen ist Jungunternehmer Sascha Kampschulte. Der 25-Jährige bietet dort Lebensbaumscheiben an. Foto:Volker Speckenwirth

Hattingen.  Jungunternehmer sind zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt im Steinhagen. Dort bieten Händler jeweils am Wochenende Kunsthandwerk, Hüte, Schmuck, Wollkleidung und mehr an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

So richtig stimmungsvoll wird es im Steinhagen erst mit Einbruch der Dunkelheit. Dort auf dem Weihnachtsmarkt spielt allerdings nur am Wochenende die Musik. Das tut sie wirklich zwischendurch, mit wechselndem Programm. Und vorige Woche beispielsweise war ein Karikaturist da. Der Schwerpunkt jedoch liegt auf Kunsthandwerk von kleineren Herstellern. Insgesamt 30 Stände warten mit Angeboten auf.

Das Kunsthandwerk bekommt auf dem Weihnachtsmarkt in dieser Ecke freitags ab 12 Uhr eine Bühne. Richtig trubelig, erzählen Händler, wird es aber erst am Samstag und Sonntag, wenn mehr Menschen frei haben und flanieren können. Am Freitag müssen viele noch arbeiten.

Wunsch nach Hochzeitsgeschenk

Einige sind auch am Nachmittag unterwegs. Etwa Jessica Wrobelewski mit Mann und zwei Kindern im Alter von zwei Jahren und sechs Monaten. Die vierköpfige Familie kommt aus Bochum-Linden. Mutter Jessica findet den Weihnachtsmarkt toll, „wir waren schon ein paarmal hier“. Am Freitag haben sie eine Karte von „Living Tree“ mitgenommen. Nächstes Jahr steht die Hochzeit an. Das Paar überlegt, sich einen „Lebenden Baum“ zu wünschen.

Sascha Kampschulte aus Erkrath ist neu auf dem Hattinger Markt. Sein Unternehmen, das er mit einem Partner betreibt, ist auch ganz neu. Der Jungunternehmer war schon immer begeistert von Holz. Eine Ausbildung zum Schreiner hat er angefangen, sich dann aber doch lieber selbstständig gemacht – wie viele in seiner Familie. Lebende Bäume gibt es am Stand nicht zu kaufen, dafür Zeittafeln mit Jahresringen aus Holz in drei Größen und unterschiedlichen Ausführungen, in die wichtige Daten wie Hochzeitstermin oder Geburt und anderes eingetragen werden.

Etwas weiter wird propagiert: Legalize Edelweiß. Im Zelt tummelt sich kein Bursche aus den Bergen, sondern Peter Lihs, der die Stände hier organisiert hat. In Trachtenjanker und Wollhose demonstriert er, wie die Kleidungsstücke (fair gehandelt, aber ohne Zertifizierung) angezogen aussehen. Sie eignen sich seiner Meinung nach bestens für alle, die gern in der Natur unterwegs sind – etwa zum Wandern in der Elfringhauser Schweiz.

Dafür wäre wohl auch eine Kappe nicht schlecht, wie sie gerade Gondrand Grünstein (67) an einem anderen Stand aufprobiert. Früher hat er dafür von seiner Frau Bettina (60) eins auf die Mütze bekommen. Sie steht nicht so auf Hüte und Mützen bei ihrem Mann. Dabei hat sie ihn mit einer Baskenmütze kennengelernt. Ob es an der Adventsatmosphäre liegt: „Die steht dir“, sagt sie. Ingo Jendrich macht ein Geschäft. Wer zwischendurch fröstelt, wärmt sich bei Marion Wanstrath und ihrem Holzfeuer auf. Kamine sind bei ihr zwar nicht zu haben, aber Besitzer eines solchen können eine Modernisierung und Umrüstung bestellen.

Ob Taschen, Rucksäcke, Turnbeutel auch in Disco-Outfit, Schmuck, Dekoartikel, Kleidung, Holzschalen oder Babypumphosen: Käufer werden fündig. Und hungrig. Auch Händler, die jedes Wochenende auf- und abbauen müssen. Kerstin Stemmer hat nicht nur normale Currywurst im Programm, sondern auch vegane.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben