Kreis-Finanzen

Krankentransporte und Rettungsdienst im EN-Kreis bald teurer

Die Abrechnungen für Rettungsdiensteinsätze von 2005 bis 2016 werden nun von Wirtschaftsprüfern untersucht.

Foto: N. Amer

Die Abrechnungen für Rettungsdiensteinsätze von 2005 bis 2016 werden nun von Wirtschaftsprüfern untersucht. Foto: N. Amer

Hattingen.   Der Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises beschließt voraussichtlich im März neue Gebühren. Die Satzung würde ab 1. April gelten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Voraussichtlich ab April werden Krankentransporte und Einsätze von Rettungswagen im EN-Kreis teurer. Das soll der Kreistag im März beschließen. Die neue Gebührensatzung würde dann ab 1. April gelten.

Das Thema stand bereits im Dezember auf der Tagesordnung. Seinerzeit hatten die Krankenkassen kurzfristig weiteren Erörterungsbedarf angemeldet. Die Entscheidung war daraufhin verschoben worden.

Übergangslösung mit den Krankenkassen

Um schnellstmöglich den Weg für eine Gebührenanpassung frei zu machen, haben sich Kreisverwaltung und Krankenkassen verständigt. Das Gebührenplus in der jetzt für 2018 geplanten Satzung berücksichtigt ausschließlich Kostensteigerungen in Bereichen wie Personal und Vorhaltung. Hierfür haben die Krankenkassen ihr Einvernehmen signalisiert. „Über die Frage, wie Kreis und Krankenkassen mit den Folgen der zwischen 2005 und 2016 zu niedrig kalkulierten Gebühren umgehen, diskutieren wir dann weiter, wenn uns die beauftragten Wirtschaftsprüfer alle Zahlen vorgelegt haben“, erläutert Fachbereichsleiter Michael Schäfer die Vereinbarung. Seit dem Jahr 2005 hatte die Kreisverwaltung bei den Krankenkassen neun Millionen Euro zu wenig für Rettungseinsätze abgerechnet.

Abschläge werden vorzeitig angepasst

Fachbereichsleiter Michael Schäfer bewertet die Einigung als wichtige Zwischenlösung. „Es ist uns gelungen, die Hängepartie über die Gebührensatzung 2018 und damit die Zeitspanne, in der die am Rettungsdienst beteiligten Städte, Hilfsorganisationen und Krankenhäuser zunächst zu niedrige Abschläge erhalten, sehr kurz zu halten.“ Bereits vor dem Beschluss des Kreistages wird der Kreis die monatlichen oder quartalsweisen Abschlagszahlungen, die die Beteiligten erhalten, an die neue Satzung anpassen. „Damit überweisen wir die Gelder, die sie 2018 für den Rettungsdienst einkalkuliert haben, noch bevor die neue Satzung verabschiedet ist“, so Schäfer.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik