Zugvögel

Kraniche über Hattingen: Nabu ruft zur Online-Meldung auf

So tief fliegen die Kraniche an ihren Rastplätzen in Norddeutschland. Wenn sie Hattingen überfliegen, sind sie höher am Himmel.

So tief fliegen die Kraniche an ihren Rastplätzen in Norddeutschland. Wenn sie Hattingen überfliegen, sind sie höher am Himmel.

Foto: Nabu Hattingen

Hattingen.  Tausende Kraniche sind gerade auf dem Weg nach Süden. Der Nabu versucht ihre Bestände und eventuelle Änderungen der Flugrouten zu erfassen.

Wer in den nächsten Tagen ab und an mal den Kopf hebt und Richtung Himmel blickt, wird sie sehen – die nach Süden ziehenden Kraniche. Schon vor wenigen Tagen überflogen etwa 2000 der Vögel über die Heggerstraße und Teile Niederwenigerns. Der Naturschutzbund (Nabu) Nordrhein-Westfalen ruft jetzt zur Mithilfe bei der Beobachtung auf.

Kraniche sammeln sich im Norden

Viele tausend Kraniche haben sich bereits auf ihren üblichen Rastplätzen in Norddeutschland gesammelt, um gemeinsam den langen Weg zu ihren Überwinterungsquartieren in Angriff zu nehmen. Zur Zeit halten sich die Vögel, die bis zu 1,30 Meter groß werden können, an den drei größten Sammelgebieten Rhin- und Havelluch, Ostsee-Boddenküste und in der Diepholzer Moorniederung auf.

Bei Hochdruckwetter ziehen dann in kurzer Zeit bis zu 50.000 Kraniche über Nordrhein-Westfalen hinweg. Die Schwärme brechen meist in den frühen Morgenstunden von ihren nördlichen Sammelplätzen auf und streifen auf ihrem Weg Richtung Süden mit rund 80 Stundenkilometern auch das Ruhrgebiet.

NABU will Bestände und Flugrouten erfassen

Der Nabu möchte die Kranichbestände und auch mögliche Änderungen der Flugrouten dokumentieren und hofft dabei auf Unterstützung der Hattinger Bürger. Sie können Kranichbeobachtungen online (www.naturbeobachter-nrw.de) melden. Zu erkennen sind die Tiere an ihrer keilförmigen Formation und den trompetenartigen Rufen. Die kräftigsten und erfahrensten Vögel der Gruppe fliegen an der Spitze, dann folgen Familien mit durchschnittlich zwei Jungtieren.

Bei günstigen Bedingungen fliegen die Tiere ohne Halt bis zu ihren Überwinterungsquartieren nach Südeuropa, meistens sind Spanien und Portugal ihr Ziel. Bis Mitte November haben sie ihren Hauptdurchzug abgeschlossen.

Weitere Informationen zum aktuellen Zuggeschehen sowie Bilder und Auswertungen der Beobachtungen in Nordrhein-Westfalen gibt es au www.naturgucker.de zu entdecken.

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