Rosenmontagszug

Kleinerer Karnevalszug – umso mehr Stimmung in Hattingen

Holti auf er 41. Holthauser Rosenmontagszug in Hattingen

Holti auf er 41. Holthauser Rosenmontagszug in Hattingen

Foto: Fischer

Hattingen.   Mit etwa 8000 Besuchern feiern weniger Narren als zuletzt beim Rosenmontagszug in Hattingen. Für die Prinzenpaare ist es die letzte Session.

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Einen friedlichen Rosenmontagszug bei sehr wechselhaftem Wetter feierten die Narren in Holthausen. Die Laune ließen sie sich nicht verderben, auch wenn deutlich weniger Besucher als zuletzt gekommen waren und die Zug-Organisatoren Nachwuchssorgen plagen.

Etwa 8000 Jecken säumten die Straßen. Dabei gab es zum Startschuss – pünktlich um 15.11 Uhr – noch strahlenden Sonnenschein. Als die ersten Wagen gut 40 Minuten später die Krüpe-Kurve erreichten, wehte den Aktiven dagegen wildes Schneegestöber um die Nase. Urgestein Ingrid Scheller ließ sich davon nicht stören. Sie konnte dieses Mal zwar nicht zu Fuß vorweg gehen, wurde aber gefahren und mit einem dreifach donnernden „Holti Holau“ begrüßt.

SPD gegen braune Rattenfänger

Überhaupt waren die bunt verkleideten Jecken durchaus tanzwillig und stimmgewaltig. Auch wenn der Zug in diesem Jahr etwas kleiner ausfallen musste, als zuletzt. Entsprechend machte Thomas Behling in seiner Moderation Nachwuchswerbung. Mehrere Gruppen hätten in diesem Jahr absagen müssen. Dafür konnten mit Jasmins Tanzstudio und dem Oktopus-Wagen aus Welper ein Rückkehrer und ein Neuzugang begrüßt werden.

Politisch Stellung bezog die SPD mit ihren Wagen gegen fremdenfeindliche Tendenzen unter dem Motto: „Fall nicht auf braue Flötentöne rein – alternativ jetzt auch in Blau“. Gestaltet war der mit einem großen modellierten Rattenfänger mit Flöte vorweg und als Ratten verkleideten Genossen dahinter. Da warfen auch Landrat Olaf Schade, seine Stellvertreterin Sabine Kelm-Schmidt und Rainer Bovermann Kamelle in die Menge.

Goldene Prinzenrolle als Hingucker

Besonderer Hingucker war unter den vier großen Wagen der des Jugendprinzenpaares in Zusammenarbeit mit Dä Överholthuser: die goldene Prinzenrolle. Dafür spendierte auch der Kekshersteller Wurfmaterial. In vergangenen Jahr hatten sich die beiden Gruppen erstmals zusammengetan, weil beide den Bau einzelner Wagen nicht mehr hätten stemme n können.

Den Abschluss machten das Stadtprinzenpaar und das Lebenshilfeprinzenpaar. Alle drei Paare werden übrigens ihr Amt abgeben. Für die kommende Session werden also neue Tollitäten gesucht.

Die Polizei meldet nur kleinere Zwischenfälle. Auch das Deutsche Rote Kreuz zieht eine positive Bilanz: Für die Helfer war es ein ruhiger Nachmittag.

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