Gebühren

Kita: Die meisten Eltern verdienen wenig

Foto: Lars Heidrich

Hattingen.   Über ein Jahreseinkommen bis 20 000 verfügt mit mehr als 23 Prozent die größte Gruppe. Zwölf von 100 Eltern haben das Höchsteinkommen. Beitragsfrei sind 27 von 100 Vorschulkindern

Eltern mit geringem Einkommen machen die größte Gruppe in Kindertageseinrichtungen aus. Mehr als ein Fünftel der Mütter und Väter verdienen jährlich bis zu 20 000 Euro. 23 von 100 sind in der Statistik der Stadt hier eingruppiert. Für mehr als jedes vierte Kind (27,46 Prozent) wird nichts bezahlt, weil es sich um ein beitragsfreies Vorschulkind handelt.

Am zweithäufigsten vertreten sind die gut verdienenden Erziehungsberechtigten, die gemeinsam auf ein Einkommen von über 90 000 Euro im Jahr kommen. Ihr Anteil ist etwas mehr als halb so groß wie der der Geringverdiener. Zwölf von 100 finden sich in der bisher höchsten Einkommensgruppe wieder.

Wie berichtet, sollen künftig neue Einkommensstufen hinzukommen nach dem Wunsch des Jugendhilfeausschusses, dem der Rat entsprochen hat. Die Gemeindeprüfanstalt hatte weitere Einkommensstufen bis 110 000, bis 130 000, bis 150 000 und darüber hinaus vorgeschlagen.

Was die Einkommensverteilung der bisherigen Eltern angeht, so schicken Mütter und Väter mit einem Einkommen bis 70 000 Euro im Jahr ihre Jungen und Mädchen am dritthäufigsten in Kitas – mit 8,59 Prozent. Es folgen mit 6,73, 6,30 und sechs Prozent die Einkommen bis 35 000 Euro, bis 50 000 und bis 45 000 im Jahr.

Nicht für jedes Kind wird ein Kita-Beitrag gezahlt, sondern insgesamt nicht einmal für zwei Drittel der Kinder. Für 62,94 Prozent der Jungen und Mädchen in Tagesstätten zahlen die Mütter und Väter Beiträge. Beitragsfrei ist dagegen jedes vierte Kind, das eine Tagesstätte in Hattingen besucht. Für 27,46 Prozent des Hattinger Nachwuchses, der eine Kita besucht, müssen die Eltern nichts zahlen, weil es sich bei ihnen um Vorschulkinder handelt. Und die sind beitragsfrei.

Acht von 100 Kindern haben ein Geschwisterchen über drei Jahren. Einen jüngeren Bruder oder eine Schwester unter drei Jahren haben 1,47 Prozent der Kita-Kinder.

Die Höchstverdiener mit Jahreseinkommen von mehr als 150 000 Euro sind ab nächsten August mit 636,50 Euro dabei, wenn sie ein Kind unter zwei Jahren 45 Stunden betreuen lassen. Ist es zwei Jahre und älter, zahlen die Mütter und Väter 440,50 Euro für den höchsten Stundensatz. Bis zu einem Einkommen von 20 000 Euro zahlen die Eltern nichts. Haben sie 5000 Euro mehr im Monat, werden für unter Zweijährige bei 25 000 Euro Jahreseinkommen 96,50 Euro fällig. Für ältere Kinder liegt der Beitrag bei 37,50 Euro.

In den Nachbarstädten sind Einkommen bis 13 000 Euro (Essen), 14 000 (Gevelsberg, Wetter), 15 000 (Sprockhövel) und 17 500 Euro (Witten, Bochum) beitragsfrei. Bei einem Jahreseinkommen bis 20 000 Euro zahlen Eltern in Bochum für 45 Wochenstunden 95 Euro für ein Kind unter zwei Jahren und 37 Euro für ein älteres Kind.

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