Ferienspaß

Kinder erkunden Historisches mit Taschenlampen

Sind fasziniert: Lina Repke, neun Jahre alt (links) und Melisa Sahin (10) bei der Taschenlampenführung im Bügeleisenhaus.

Sind fasziniert: Lina Repke, neun Jahre alt (links) und Melisa Sahin (10) bei der Taschenlampenführung im Bügeleisenhaus.

Foto: Barbara Zabka

Hattingen.   Das Alter, die Form und der Ursprung des Namens für das Bügeleisenhaus in Hattingen beeindrucken die Kinder bei der Taschenlampenführung.

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Die Taschenlampen gehen an, das Abenteuer im Bügeleisenhaus beginnt. Mit Heimatverein-Vorsitzendem Lars Friedrich erkunden Wagemutige das historische Fachwerkhaus in der Altstadt. Seit 2012 gibt es die Aktion im Rahmen des Ferienspaßes: „Wir wollten dem Klischee des Verstaubten, des Rückständigen entgegenwirken“, erklärt Friedrich.

Es gibt weitere Aktionen, Führungen für Schulen, Dauerausstellungen zu unterschiedlichen Themen wie zur Isenburg. Und jetzt diese Führung, die vor dem Bügeleisenhaus startet. „Es ist achtzig Jahre alt“, schätzt die zehnjährige Melisa. Dass es 1611 erbaut und nachträglich aus einem fünfzig Jahre jüngeren Haus zusammengebaut worden ist, brachte sie und ihre Freundin Lina sehr zum Staunen. Nicht nur Alter und Form faszinieren, auch der Namensursprung beeindruckt. „Hier wurde also gar nicht gebügelt“, bemerkt Lina (9) erstaunt. Denn seinen Namen bekam das Fachwerkhaus durch seine Form, gesehen aus der Vogelperspektive. Trotzdem gibt es hier auch eine Sammlung historischer Bügeleisen.

Kindgerecht und im Dialog tasten sich alle an die Thematiken heran. Die Räume mit Schaukästen und historischen Ausstellungsstücken werden mit großem Interesse erforscht. „Ich habe von meiner Freundin ein Prospekt vom Ferienspaß bekommen“, erzählt Dilek Sahin nach der Spezial-Führung für ihre Tochter. „Was macht dieser grüne Ball dort oben“, wollte die Zehnjährige schon vor dem Start wissen. Es handelt sich um das Kunstwerk des Hattingers Stephan Marienfeld, der es 2016 am Bügeleisenhaus befestigt hat, um dem Gebäude mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

„Viele im Alltag gehen am Bügeleisenhaus einfach vorbei“, meint Lars Friedrich. Interessierte haben jeden Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr die Möglichkeit sich im Bügeleisenmuseum umzusehen.

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