Förderpreis

Junge Literaten geben Gas

Foto: WAZ FotoPool

Hattingen.   Autorinnen und Autoren, die sich um den Förderpreis bewerben, haben die Anzahl der Bewerbungen in einer Woche auf 157 mehr als verdoppelt.

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Kurz vor Ablauf des Monats April war das Ergebnis noch etwas mager mit 70 Einsendungen. Doch nervös war deshalb keiner in der Jury, die den Förderpreis an junge Autorinnen und Autoren vergibt. Obwohl nur noch eine Woche Zeit danach blieb, Texte nach Hattingen zu schicken, blieben die Veranstalter ruhig und rechneten mit mehr Eingängen.

„Preis auch überregional anerkannt“

Nachdem die Frist abgelaufen ist, zeigt sich: Sie hatten recht. Allerdings irrten sie bei der Höhe, denn es gingen mehr Einsendungen ein als erwartet. Hatten die Verantwortlichen auf 100 Beiträge gehofft, sind es sogar 157 junge Autorinnen und Autoren, die sich um den Förderpreis für Junge Literatur beworben haben.

„Die hohe Anzahl der Eingänge zeigt, dass dieser Literaturpreis auch überregional anerkannt ist. Er stellt etwas Besonderes dar, weil er sich an die jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren richtet“, freut sich Petra Kamburg, Leiterin der VHS. Seit 2011 wird der Preis gemeinsam vom Förderverein des Stadtmuseums und der Stadt Hattingen vergeben. Initiiert und 22 Jahre lang durchgeführt hat ihn die Kubischu mit großem Erfolg und viel Engagement.

Die 157 Bewerbungen kommen aus allen Bundesländern. 16 Texte aus Österreich sind dabei, fünf haben Schweizer verfasst und je ein Beitrag kommt aus Italien und Spanien. Alle Texte sind in deutscher Sprache verfasst. Auch Hattingen ist mit drei Beiträgen vertreten. Vor vier Jahren beteiligte sich Sarah Wedler am Wettbewerb und hatte gewonnen. Seither hat sie mehrere Bücher vorgestellt. Die jeweils besten acht Autorinnen bzw. Autoren werden zu einer Lesung nach Hattingen eingeladen, die am Sonntag, 29. September, stattfindet.

Acht Finalisten

Zur Zeit arbeitet sich die Jury durch die Texte, liest alle und wählt die acht Finalisten aus. Im Rahmen einer Matinee stellen dann die Nachwuchsautorinnen und -autoren ihre Beiträge vor, bevor Dr. Elke Neumann den Preis an den Gewinner übergibt. Die Leiterin der Gesamtschule ist Schirmherrin in diesem Jahr. Neben der Jury ist auch das Publikum gefragt, das seinen eigenen Preis vergibt. Die Zuhörer stimmen ebenfalls mit ab. Sie dürfen ihre Favoriten wählen und vergeben den Publikumspreis, so dass es am Ende zwei Sieger gibt.

Wie schon in den Vorjahren, sind die meisten Texte in Prosa. Nur 17 Beiträge haben die literarische Form der Lyrik gewählt. Unter den Einsendungen sind 39 junge Männer vertreten, die anderen Beiträge wurden vom weiblichen Geschlecht verfasst. Die jüngste Teilnehmerin ist 16 Jahre alt und kommt aus Henningsdorf, der älteste Teilnehmer (25) lebt in Kiel.

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