Trockenheit

Jugendfeuerwehr Hattingen füllt an Teiche für die Vögel

Julian und Jordy, junge Feuerwehrmänner, füllten am Samstag einen Teich an der Wildvogelstation Passmühle.

Julian und Jordy, junge Feuerwehrmänner, füllten am Samstag einen Teich an der Wildvogelstation Passmühle.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Die Jugendfeuerwehr Hattingen hat die wieder die ausgetrockneten Teiche der Wildvogelstation Paasmühle gefüllt. Die Übung rettet Leben.

Zu den vielen hundert Wasser- und Wildvögeln an der Hattinger Auffangstation Paasmühle mischten sich am Wochenende auch wieder Mitglieder der Hattinger Jugendfeuerwehr. Und das hatte einen wichtigen, für die Wasservögel sogar überlebenswichtigen Grund: Die großen Teichanlagen der Station werden normalerweise durch einen Bach gespeist. Dieser führt jedoch seit Monaten kein Wasser. Die Teiche gleichen eher einer Schlammfläche – und das, obwohl die Jugendfeuerwehr erst vor einem Monat im Rahmen einer Übung mehrere hunderttausend Liter Wasser zu den Teichen gefördert hatte.

Gelsenwasser AG unterstützt die Aktion

In Abstimmung mit der Gelsenwasser AG wurde nun eine Übung der Nachwuchsbrandschützer geplant. „Wir nutzen das, um eine Einsatzlage mit einer Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke zu üben“, erklärte Stadtjugendfeuerwart Jens Herkströter. Mehr als einen halben Kilometer war die Schlauchleitung lang. „Im August haben wir das bei 30 Grad Hitze gemacht“, sagt der 14-jährige Nico, während er einen 20 Meter langen Schlauch ausrollt. Bereits nach kurzer Zeit ist die Schlauchleitung entlang der Paasstraße bin hin zu den Teichanlagen abseits der Straße verlegt. Über Funk kommt das Kommando „Wasser marsch“ und kurz darauf rauschen 800 Liter pro Minute in einer beeindruckenden Fontäne in die Teiche.

Tiere sind erfreut

Die Tiere sind sichtlich erfreut. „Schon Minuten vorher konnte man eine gewisse Unruhe feststellen“, sagt Herkströter. „Man hätte meinen können, die Tiere wissen, was nun kommt.“ Herkströter hat diese Übung bereits fünfmal begleitet und mit organisiert. Auf Augenhöhe mit Schwänen, Gänsen, Störchen, Graureihern, Kormoranen und Haubentauchern. „Für die Tiere der Station ist diese Aktion schlichtweg überlebenswichtig, ohne Wasser können wir keine Tiere mehr aufnehmen und pflegen“, erklärt Thorsten Kestner, Leiter der Station.

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