Wettbewerb

John Lennon gibt im Traum Tipps für Börsenspekulationen

Siegerehrung Planspiel Börse der Sparkasse Hattingen: Auszubildende und Schüler gewannen.

Siegerehrung Planspiel Börse der Sparkasse Hattingen: Auszubildende und Schüler gewannen.

Foto: Fischer

Hattingen.   Die Sparkasse Hattingen vergibt Preisgelder für die Gewinner des 35. Planspiels Börse. Auszubildende und Schüler sind unter den Siegern.

Die Sieger des Planspiels Börse der Sparkassen stehen fest. Sechs Teams vom Berufskolleg und der Gesamtschule Hattingen gewannen insgesamt 800 Euro Preisgeld. Die Teams „Borussia Börse“ und „BärLauch“ verraten die Taktiken, die ihnen einen ersten und zweiten Platz bescherten.

Zweieinhalb Monate lang zwischen September und Dezember spekulierten Schüler und Auszubildende mit einem fiktiven Startkapital von 50 000 Euro an der Börse. Das Ziel: Gewinn erwirtschaften und auch auf Unternehmen setzen, denen Nachhaltigkeit besonders wichtig ist. Dafür gab es eine gesonderte Kategorie.

„BärLauch“ erwirtschaftete 138,27 Euro

Das Team „BärLauch“ aus der elften Jahrgangsstufe der Gesamtschule gewann in dieser Kategorie den zweiten Platz. Die Mitglieder erwirtschafteten 138,27 Euro und dürfen sich zu dritt dafür ein Preisgeld von 125 Euro teilen.

Gruppensprecherin Ira Weinz gründete gemeinsam mit ihren Schulkameraden Tom Görlich und Louis Schöpe das Team. „Es waren ganz schön anstrengende Wochen. Wir haben regelmäßig die Börsenentwicklungen verfolgt“, erinnert sich Louis Schöpe.

Fiktive Geldanlage basiert auf realer Dax-Entwicklung

Denn auch, wenn beim Planspiel nur fiktives Geld angelegt wird, werden die realen Dax-Entwicklungen zugrunde gelegt. Das bedeutet für die Spielteilnehmer: Nachrichten verfolgen und überlegen, welche Ereignisse in Politik und Wirtschaft welchen Einfluss auf die börsennotierten Unternehmen haben könnten. „Sehr häufig setzen unsere Teams auf die so genannten Triple-As“, weiß Spielbetreuer Torsten Grabinski von der Sparkasse Hattingen. „Triple-A“ steht für die Unternehmen Adidas, Amazon und Apple.

Die Börsen-Neulinge beim Planspiel bauen ihr Wertpapierdepot nach Gefühl auf. Das kann Team BärLauch bestätigen: „Louis hatte einen Traum, in dem John Lennon an seinem Bett stand und Anleger-Tipps gab“, erzählt Tom Görlich mit einem Schmunzeln. „Dementsprechend haben wir dann eingekauft“, bestätigt Schöpe.

Auszubildende ließen Anlage einfach mal ruhen

Julia Rembges und Felix Bennua vom Team „Borussia Börse“ hatten eine andere Taktik: „Wir haben unsere Anlagen auch einfach mal längere Zeit ruhen lassen“, erzählt die Auszubildende bei der Bogestra. Das Duo hat vor allem von der positiven Entwicklung der Deutschen Lufthansa AG profitiert, deren Wertpapiere sie unter anderem kauften. In der Depotgesamtwertung lag das Team vom Berufskolleg zum Stichtag auf dem ersten Platz. Aus den 50 000 Euro Startkapital haben sie 54 531,01 Euro gemacht.

„Es war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung – und wenn ich mit der Ausbildung fertig bin und Geld verdiene, ist es tatsächlich eine Überlegung, Geld so anzulegen, anstatt es auf dem Sparbuch zu parken“, findet Bennua. „Das Schöne ist, dass man beim Spiel wirklich etwas versuchen kann, ohne etwas zu riskieren.“

Das Team um Ira Weinz will auch im nächsten Jahr wieder mitmachen, dann aber mit echten Ambitionen. Die neue Strategie wollen sie aber noch nicht verraten. 2017 beteiligten sich 81 Teilnehmer in 26 Teams aus zwei Hattinger Schulen am Wettbewerb.

Die Gewinner des Planspiels im Überblick

Kategorie Depot-Gesamtwertung: 1. Borussia Börse (Auszubildende bei der Bogestra, Berufskolleg); 2. Kangoro (Team der 9. Jahrgangsstufe, Gesamtschule); 3. Platino (Fachabiturienten Wirtschaft und Verwaltung, Berufskolleg). Kategorie Nachhaltigkeit: 1. Platz: FrechDAXe455 (Auszubildende zu Industriekaufleuten des Berufskollegs); 2. Platz: BärLauch (Team der Gesamtschule, 11. Jahrgangsstufe); 3. Platz: Börsencrasher666 (Team der Gesamtschule, Klasse 10d).

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